DJ Bobo oder Til Schweiger: Casting, Casting über alles
03.06.2009 | 16:57 Uhr 2009-06-03T16:57:00+0200
Köln. Casting und kein Ende. Kaum hat Deutschland den nächsten Superstar und ein neues Topmodel gefunden, wird weiter gesucht. Während DJ Bobo bei ProSieben am Donnerstag nach „Germany's Next Showstars” fahndet, geht Til Schweiger von Montag an auf die „Mission Hollywood”.
Während DJ Bobo bei ProSieben nach „Germany's Next Showstars” (Donnerstag, 20.15 Uhr) fahndet, geht Til Schweiger von Montag an auf die „Mission Hollywood” (RTL, 20.15 Uhr).
DJ Bobo gilt als nett, sympathisch und bescheiden. Alles Dinge, die nicht gerade für einen harten Juror sprechen. „Da täuschen die Leute sich”, behauptet der Schweizer, der im echten Leben René Baumann heißt. „Wenn es um den Job geht, bin ich knallhart.” Und es geht um den Job. Denn Bobo sucht einen Show-Act für seine kommende Tournee. „Da kann ich keine Witzfiguren gebrauchen.”
Jury muss sich einigen
Aber Leute, die gut tanzen können. Oder jonglieren. „Man kann alles Mögliche machen”, sagt Bobo. Das klingt ein wenig nach Kopie von RTLs „Supertalent”. Ist aber anders, versichert der Initiator. Schon weil niemand solo kommen darf. Mindestens zwei müssen die gleiche verrückte Idee haben. „So haben die Auftritte gleich eine ganz andere Qualtät”, findet Bobo, nachdem er knapp 600 Duos und Gruppen im offenen Casting gesehen hat.
Mit Bobo in der Jury sitzen Verona Pooth und Raab-Protegé Elton. Und anders als bei ähnlichen Sendungen muss das Trio zu einem einheitlichen Urteil kommen. „Das ist manchmal schwierig”, hat Bobo festgestellt.
Vielleicht hat Til Schweiger deshalb auf eine ähnliche Regelung verzichtet. Bei der Suche nach neuen Schauspielstars behält er sich in jeder Runde „eine Art Vetorecht” vor. Zwölf Nachwuchsschauspielerinnen begeben sich mit ihm auf die „Mission Hollywood”.
TV-Auftritt zu gewinnen
Woche für Woche werden die jungen Frauen dafür auf der anderen Seite des Atlantiks in Stretch-Limousinen zu anderen Aufgaben gefahren. Mal muss Meg Ryans vorgetäuschter Orgasmus aus „Harry & Sally” nachgestellt werden, mal Kim Basingers Striptease aus „9 1/2 Wochen”. Und zwischendurch gibt es Zickenkrieg. Eine Mischung aus „Casting-Show und „Real-Life-Soap” nennt RTL die Show deshalb.
Wer eine Wochenaufgabe gewinnt, kann eine Rolle in der RTL-Serie „Doctor's Diary” oder dem neuen Musikvideo von Lady Gaga ergattern. Der Erstplazierten winkt die Mitwirkung in der „Twilight”-Fortsetzung „New Moon – Biss zur Mittagsstunde".
Am Ende jeder Folge entscheiden Schweiger und seine Jury-Kollegen, welches Mädchen die Show verlassen muss. Zweites Jurymitglied ist der Schauspielcoach Bernard Hiller (54). Der dritte Juror wechselt von Folge zu Folge. Dabei sind unter anderem Heiner Lauterbach, Carmen Electra oder Moritz Bleibtreu.
Ob Showstar oder Hollywoodkarriere, DJ Bobo hat für jedes Casting einen Tipp parat: „Man muss sich einfach gut vorbereiten. Wie bei einem Bewerbungsgespräch.”
07:52
Könnte bitte mal jemand diese unerträglich Überschrift ändern? Ich verstehe ja die Intention und habe normalerweise kein Verständnis für übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Slogans und Werbekampagnen, die angeblich schon im Dritten Reich erfunden wurden. Aber die (verbotene) erste Strophe der deutschen Nationalhymne für einen solchen Artikel zu interpretieren, halte ich schon für geschmacklos.
Danke!
06:48
Wieviel Schwachsinn muss man sich eigentlich noch im Fernsehen ansehen? Gott sei dank gibt es den Knopf zum ausschalten. Es ist eine Zumutung was mein dem zahlenden Bürger vorsetzt. Castings über Castings, Kochshows ohne Ende und Wiederholungen von 1950.
05:31
es gibt dumme Wähler und es gibt dumme Zuschauer..
17:49
Wieviele Zuschauer werden sich das wohl noch ansehen?Über eine derartige Programmgestaltung
kann man einfach nur noch weinen!