Autofahrer fährt in Fußgängerzone: Fünf Menschen verletzt
27.11.2007 | 11:07 Uhr 2007-11-27T11:07:00+0100
Dortmund. Ein 85-jähriger Autofahrer hat am Montagabend die Dortmunder Fußgängerzone mit einer Straße verwechselt. Fünf Menschen wurden von dem Wagen erfasst, darunter ein vierjähriges Kind. Ein Mann liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus.
Es waren dramatische Szenen, die sich um 16.35 Uhr auf dem Ostenhellweg abspielten: Von einer Seitenstraße bog der Dortmunder mit seinem Opel Omega in den Ostenhellweg ein, einem Teil der gut besuchten Dortmunder Fußgängerzone. Vermutlich fuhr das Auto mit einer Geschwindigkeit von etwa 30 Stundenkilometern in die Fußgängerzone, so die Polizei.
"Der Mann hat sich gewundert, warum so viele Menschen auf der Straße sind", sagt Polizeisprecher Helmuth Stannies. Als er schließlich die Situation realisiert und reagiert hatte, waren bereits fünf Menschen verletzt worden. Zunächst rammte er eine 66-jährige Frau, die auf der Motorhaube liegenblieb. Ein 69-jähriger Passant wurden ebenfalls von dem Auto erfasst. Anschließend fuhr der 85-Jährige gegen ein Kind, das ebenfalls auf der Motorhaube des Autos landete.
Erst zu diesem Zeitpunkt bremste der Autofahrer ab. Das Kind stürzte von der Motorhaube und blieb direkt vor dem Auto liegen. "Es wurde aber zum Glück nicht überrollt", so Stannies. Verletzt wurden auch die 29-jährige Mutter des Kindes sowie ihr gleichaltriger Begleiter. Beide wurden von dem Wagen berührt. Das Kind wurde bei dem Unfall leicht verletzt und mit Verdacht auf Schock in die Kinderklinik gebracht. Besonders schlimm hatte es den 69-jährigen Passanten erwischt: Mit Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule musste er ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Polizei rückte mit rund 40 Einsatzkräften aus und sperrte rund 100 Meter des belebten Ostenhellwegs ab. Um die Verletzten kümmerten sich Sanitäter in zwei Rettungswagen, ein Notarzt war ebenfalls vor Ort. Panik sei nicht ausgebrochen, sagt Polizeisprecher Stannies. Die dramatischen Szenen hätten sich laut Zeugenaussagen "fast stumm" abgespielt. Als das Auto schließlich zum Stehen kam, waren sofort Passanten zur Stelle, um erste Hilfe zu Leisten.
Auch der 85-Jährige musste versorgt werden - er stand unter Schock. Nach ersten Erkenntnissen liege aber kein Vorsatz vor, so die Polizei. Er sei offenbar orientierungslos von der Schliepstraße in den als Fußgängerzone gekennzeichneten Ostenhellweg eingefahren. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
10:17
Hat die Zeitung nachhaltig berichtet. Wie geht es den verletzten jetzt. Oder war es wieder mal nur ein Reißer für die Auflagen. Wie geht es dem Verursacher!? Er hat ja nun mal nicht extra eine Personengruppe umgefahren.
20:46
@ Andrea
Wie bitte sollen dann die Versorgungsgüter in die Geschäfte kommen?
Als Berufskraftfahrer muss ich mich regelmäßig auf meine Fahrtüchtigkeit untersuchen lasseren, was im negativen Fall meinen Existenz kosten kann, aber von mir begrüßt wird da ich ja eine Verantwortung zu tragen habe. Nennt mir bitte einer einen Grund warum ein Mensch der alle Zeit der Welt hat, da er ja nicht im Erwerbsleben steht, Auto fahren muss auch wenn er dazu nicht in der Lage ist. Ich plädiere für eine regelmäßige Untersuchung (Sehtest, Reaktion, Auffassungsgabe) ab einem gewissen Alter.
Ich werde, wenn ich aus dem Erwerbsleben ausgeschieden bin, mich freiwillig und regelmäßig auf meine Fahrtüchtigkeit untersuchen lassen, da ich nicht mit dem Stigma leben möchte andere Menschen zu gefährden.
12:36
Meine Güte jetzt stellt euch doch mal nicht so an! Jeder ist nicht immer voll konzentriert..passiert eben mal. Und so einen quatsch von wegen Alten den FS abnehmen....*gähn*....
12:18
Unsere Fahrzeuge lassen wir alle 2 Jahre überprüfen.
Und uns??
09:42
Ganz klar es gibt bei Jung und Alt Risiken. Aber ich finde das immer mehr Fahrer mit meistens grossen Autos so ne Art Ego Trip haben. Hier komme ich und wenn ihr nicht weg geht habt ihr Pech...Gerne auch in unserer Strasse (obwohl 30 Zone) Diese Leute stellen sich garnicht die Frage wo die Fussgänger herkommen selbst wenn sie in der Fussgängerzone sind.
09:28
Es gibt keine bestimmte Gruppe auf die man rumhacken sollte!!
moorbie
09:26
Es gibt keine bestimmte Gruppe auf die man rumhacken sollte!!
09:25
Mein Großvater hatte schon schwer Alzheimer und genau deswegen natürlich nicht die Einsicht, dass er wohl besser nicht mehr Autofahren sollte. Entsprechende Gespräche endeten lediglich darin, dass er aggressiv wurde. In meiner Verzweifelung - täglich hatte ich den Gedanken an ein plötzlich über die Straße laufendes Kind - bat ich anonym den sozialphychatrischen Dienst um einen Besuch bei meinem Großvater, um dessen Fahruntauglichkeit offiziell feststellen zu lassen. Dies geschah dann auch entsprechend und recht kurzfristig. Damit musste er den Führerschein abgeben.
Ich will damit ausdrücken, dass es Möglichkeiten gibt - bis unsere Gesetze diesbezüglich endlich mal geändert werden und ältere, von mir aus auch alle Autofahrer regelmäßig auf Fahrtauglichkeit geprüft werden. Warum müssen immer nur die Autos zum Sicherheitscheck?
09:05
Ich bin auch für regelmäßige Gesundheitsprüfungen, spätestens im Alter. Mein Großonkel ist auch über 80 und auf einem Auge blind, und fährt noch Auto. Sowas macht mir Angst.
Anderer Seits gibt es zu viele Autofahrer, die eher einen Waffenschein statt eines Führerscheins bräuchten. Wie oft erlebe ich, wenn ich bei einer grünen Fußgängerampel die Straße betrete und dieses im Laufe meiner Straßenüberquerung rot wird, dass dann einfach Gas gegeben wird.
Oder auch als Autofahrer, erst mal Kreuzung räumen lassen und dann anfahren, kennt keiner.
Und hier fallen mir eher die 25-50 Jährigen auf.
Jedenfalls wünsche ich den Betroffenen gute Besserung.
08:54
Wenn man 2 Menschen auf der Motorhaube hat und immer noch nicht gebremst hat, nutzt eine gute Brille auch nichts mehr.
Die Reaktionsfähigkeit lässt ab einem gewissen Alter einfach nach, bei den einen früher und bei den anderen später.
Wenn man 2 Menschen auf der Motorhaube hat und immer noch nicht gebremst hat