Zweite Klage gegen Trianel hat "große Chancen"

Aus Sicht der Lüner Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk (BI KKK) hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) "große Chancen", auch mit seiner zweiten Klage gegen das Trianel-Kraftwerk erfolgreich zu sein. Das Vorhaben sei weiter umweltschädlich.

Lünen.. Auf ihrer Mitgliederversammlung hatte die Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk Dirk Jansen und Dr. Thomas Krämerkämper als Vertreter des BUND NRW zu Gast. Beide, so teilte die BI mit, "erläuterten nachvollziehbar und schlüssig, dass die Klagen gegen den immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid und die wasserrechtliche Einleitungserlaubnis große Chancen haben, erneut vor dem OVG Münster zu bestehen".

Finanzielle Unterstützung

Hintergrund: Gegen erste, bereits 2008 erteilte Genehmigungen für das Kraftwerk hatte der BUND vor dem OVG Erfolg. Trianel legte daraufhin neue Gutachten vor und gab Zusagen für verbesserte Umweltwerte und erhielt neue Genehmigungen. Dagegen klagte der BUND erneut. Ein Verhandlungstermin vor dem OVG steht noch nicht fest.

Trotz der von Trianel durchgeführten Verbesserungsmaßnahmen an der Kraftwerkskonfiguration hält der BUND das Vorhaben weiterhin für so umweltschädlich, dass auch die geänderten Genehmigungen rechtswidrig seien.

Die Lüner BI sicherte den BUND-Vertretern zu, dass sie die Klage auch weiterhin finanziell unterstützen "und den gemeinsamen Kampf gegen das umweltschädliche Kraftwerk fortsetzen wird". Die BI bittet dazu um weitere Spenden.