Wie schuldfähig ist der Lüner Axt-Angreifer?

Zwei Monate ist es her, dass ein 38-jähriger Lüner zwei Fahrschüler mit einer Axt bedroht hat. Der Attacke schlug fehl, die Angegriffenen verprügelten den Mann. Der sitzt seither in Untersuchungshaft. Ein Gutachter hat nun versucht, die Frage der Schuldfähigkeit des 38-Jährigen zu klären.

LÜNEN.. Die Tat hatte sich am 8. Oktober an der Preußenstraße in Lünen ereignet: Am helllichten Tag war der offenbar betrunkene 38-Jährige vor einer Fahrschule mit einer Axt auf zwei Fahrschüler losgegangen. Diese konnten die Attacke abwehren und verprügelten den Mann.

Psychiatrisches Gutachten erstellt

Der sitzt seitdem in Untersuchungshaft und hatte sich zunächst gar nicht geäußert, wie die Staatsanwaltschaft Dortmund damals mitteilte. Auch bis jetzt habe der Mann mit der Staatsanwaltschaft nicht über die Sache gesprochen, erklärte auf Anfrage am Dienstag Staatsanwältin Sandra Lücke.

Allerdings habe er nun mit einem Gutachter über den Vorfall gesprochen. Diese Aussagen seien im weiteren Verfahren verwertbar, so Lücke. Der Gutachter hat ein psychiatrisches Gutachten über den Lüner erstellt, mit dem die Frage der Schuldfähigkeit geklärt werden soll. Derartige Einschätzungen sind in solchen Fällen üblich.

Wie geht es jetzt weiter?

Der weitere Ablauf sieht nun so aus: Der Verteidiger des 38-Jährigen bekommt das Gutachten und kann sich dazu noch einmal äußern. Innerhalb des nächsten Monates, schätzt Staatsanwältin Lücke, werde die Staatsanwaltschaft dann entscheiden, ob Anklage gegen den Lüner erhoben wird oder nicht. Das wäre Mitte Januar.