Wie eine neue Sozialarbeiterin Flüchtlingen hilft

Die Krisen in der Welt treiben auch immer mehr Flüchtlinge nach Schwerte. Allein von September 2014 bis März 2015 kamen 140 Flüchtlinge nach Schwerte. Die Stadt beschäftigt deshalb seit April eine Sozialarbeiterin, die die Asylbewerber unterstützen soll. Ihr Name ist Tiffany Kuczynski und im Interview verrät sie, was ihre neuen Aufgaben sind - mitsamt den Herausforderungen.

Schwerte.. Ausgewählt hat Jugendamtsleiterin Charlotte Schneevoigt hierfür eine junge Frau mit multikulturellem Hintergrund, denn: "Die Sprachbarriere ist die größte Schwierigkeit im Umgang mit den Flüchtlingen." Tiffany Kuczynski hat Sozialarbeit studiert, ist 26 Jahre alt, und hat polnische Wurzeln.

Vor einigen Jahren konvertierte sie zum Islam: "Ich suchte nach dem Sinn des Lebens und wurde im Koran fündig." Aus religiöser Überzeugung trägt sie ein Kopftuch. Sie spricht Polnisch und Arabisch. "Das alles erleichtert mir den Zugang zu den Menschen. Das Anderssein ist eine gemeinsame Ebene, das verbindet."

Hilfe für eine eigene Wohnung

Ihr Büro hat die junge Frau im Wohnheim Zum Großen Feld, anzutreffen ist sie aber in allen Wohnheimen und auch bei denen, die bereits in eine eigenen Wohnung gezogen sind. Sie macht das Umzugsmanagement für die Flüchtlinge, unterstützt sie bei der Wohnungssuche, beim Umzug, beim Strom anmelden.

Außerdem vermittelt sie Arztbesuche, und schaut, dass die Kinder Kindergärten und Schulen besuchen. Das alles in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl und dessen Paten. Auch wenn es mal etwas hitziger zur Sache geht, greift Tiffany Kuczynski ein: "Viele Kulturen prallen da aufeinander, da bleiben Streitigkeiten nicht aus. Jeder will seine Weltanschauung durchsetzen." Die junge Frau vermittelt dann, versucht einen Weg zu finden, mit dem alle gut leben können.

Was die Herausforderungen ihrer Arbeit sind, verrät sie hier: