Wie der Knüppelhund das Publikum überraschte

Der Nachtwächter, Hofrat und Alchimist Friedrich Bährens, die sagenhafte Pannekaukenfrau, der Kommandeur der mittelalterlichen Stadtwache und die Laternenfrau - all diese historischen Figuren trafen sich beim ersten Alt-Schwerter Abend im Caf Herrlich. Doch ein Auftritt wurde mit besonderer Spannung erwartet.

Schwerte.. Die Hansestadt Schwerte hat nicht nur einen Nachtwächter. Wiederauferstanden sind auch der vor 250 Jahren geborene Hofrat und Alchimist Friedrich Bährens, die sagenhafte Pannekaukenfrau an der Reibekuchen-Pfanne und der Kommandeur der mittelalterlichen Stadtwache. Und die Laternenfrau führt in ihrem Gewand entlang von Altstadt-Laternen, auf deren Scheiben Scherenschnitte die schönsten Sagen der Ruhrstadt erzählen.

Mit Geschichten vorgestellt

Alle diese historischen Figuren gaben sich beim ersten Alt-Schwerter Abend am Samstagabend erstmals gemeinsam im Caf Herrlich die Ehre. Musikalisch begrüßt vom Original Ruhrtaler Moritatentrio "Heimatscholle" (vorwiegend festkochend), stellten sie sich die prächtig gewandeten Darsteller ihren Gästen mit ihren Geschichten vor.

Spannungsvoll erwartet wurde dazu der angekündigte Auftritt des sagenhaften Knüppelhundes, der mit seinen tellergroßen Augen nächtens durch die Fachwerk-Gassen streifen soll. Zum allgemeinen Gelächter zog Heimatvereins-Vorsitzender Uwe Fuhrmann aber nur eine Handpuppe hervor, die er für sein Schwerter Puppentheater im sächsischen Hohnstein erworben hatte. Im DDR-Fernsehen war dieser "Knüppelhund" auch als Struppi bekannt gewesen.

Bei Bratwürsten und Reibekuchen heizte das Moritatentrio schließlich sogar mit einem Repertoire von Karnevalsliedern die Stimmung weiter an, die in einer nächtlichen Polonäse über den Marktplatz gipfelte.