Was wird aus den Lüner Stadtwerken?

Bisher waren die Stadtwerke Lünen immer eine der schönsten Töchter der Stadt, die Millionen-Gewinne an den Kämmerer ausschütte. Doch bleibt das auch in Zukunft so?

Lünen.. Antworten könnte es Donnerstagnachmittag im Lüner Rat geben. Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Achim Grunenberg wird den Politikern einen Bericht zur Lage des Stadtwerke-Konzerns geben.

Wie viele andere kommunale Versorger sind auch die Stadtwerke Lünen von den Turbulenzen der Energiewende erfasst worden.

Kraftwerke schreiben rote Zahlen

Das Trianel-Steinkohlekraftwerk in Lünen schreibt rote Zahlen, das Gas- und Dampfkraftwerk in Hamm und der Gasspeicher in Epe ebenfalls. An allen drei Anlagen halten die Stadtwerke Lünen Beteiligungen, wenn auch nur kleine unter zwei Prozent. So wie viele andere Stadtwerke auch.


Doch statt Gewinne produzieren diese Beteiligungen nun Verluste. Trianel hatte im Juli allein 100 Millionen Euro Verlust für sein Lüner Kohlekraftwerk im Geschäftsjahr angekündigt.

Schütten die Stadtwerke Geld an die Stadt aus?

Lünens Stadtwerke-Chef hatte im Februar 2013 erklärt, das Unternehmen habe für drohende Verluste aus Beteiligungen Rückstellungen gebildet. Weil aber andere Beteiligungen, wie etwa die Lüner Biogasanlage, besser liefen als erwartet, sah Grunenberg die bis einschließlich 2016 geplanten Ausschüttungen von jährlich zirka 2,5 Millionen Euro an die Stadt als vorerst nicht gefährdet an.

Ob die Prognose weiterhin gilt, dürfte Grunenberg den Ratsmitgliedern heute mitteilen.

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