Tobiaspark soll nicht mehr als Klo genutzt werden

Fäkalien in den Rabatten, Uringestank in den Ecken: Die Idylle des Tobiasparks in der Lüner City trübt. Anwohner-Beschwerden häuften sich. Jetzt reagiert die Stadt. Ab Mai soll ein privater Wachdienst rund um die Grünoase für Ordnung sorgen. Denn das Toiletten-Problem ist nicht das einzige.

Lünen.. "Anwohner beschweren sich über Fäkal- und Urinecken im Park", schildert Jürgen Arendes, stellvertretender Abteilungsleiter Stadtgrün. Das sei der Grünpflege nicht zuzumuten. Auch Mitarbeiter der Stadtwerke würden sich inzwischen weigern, das Stromhäuschen zu betreten. Zu extrem sei der Gestank.

Mütter waschen Babys den Popo am Springbrunnen ab

Sorgen macht der Stadt neben den Wildpinklern auch das Verhalten von Müttern. Sie nutzen die Springbrunnen an Lünens einzigem Wasserspielplatz, um ihre Kleinen zu wickeln und ihnen dort den Po abzuwaschen. Doch das Wasser ist kein Frischwasser, sondern wird in einem geschlossenen Kreislauf immer wieder nach oben gepumpt. Das wissen die Mütter anscheinend nicht.

Bevor ein Hygiene-Problem droht, will die Stadt reagieren. Der Wachdienst soll die Eltern informieren. Und auch Jugendliche in die Schranken weisen, die sich in den Abendstunden auf den kleinen Trampolinen herumtreiben.

Neue Blumen gepflanzt

Am Montag jedenfalls wurde seitens der Stadt alles dafür getan, dass der Tobiaspark wieder zum grünen Kleinod wird. Der Lions-Club hat bereits mit Baumspenden den Kahlschlag nach Pfingssturm Ela behoben.

Da auch die Beetpflanzen gelitten haben, kamen jetzt Immergrün, Storchenschnabel, aber auch weiß blühender Beinwell und Dickmännchen in die Erde. Rosafarbener Judasstrauch und weißer Spierstrauch setzen Akzente. Lavendel bringt eine Duftnote in den Park.

Bei aller Freude über neue Pflanzen: Vielfach werden sie gestohlen. Auch darauf wird der Wachdienst ein Auge haben.