Stadt Lünen sucht Privatwohnungen für Flüchtlinge

Jede Woche kommen in Lünen neue Flüchtlinge an. Die Stadt will an ihrem Konzept festhalten, möglichst viele Flüchtlinge in normalen Wohnungen unterzubringen. Daher appelliert sie auch an private Vermieter, leer stehende Wohnungen zur Verfügung zur stellen.

LÜNEN.. Der Erste Beigeordnete Horst Müller-Baß sagte: "Wir möchten verhindern, dass Flüchtlinge in einer Zeltstadt oder in Containern untergebracht werden müssen." Daher stelle man leer stehende städtische Wohnungen zur Verfügung und bitte Wohnungsbaugesellschaften und private Vermieter, Wohnraum anzubieten.

Aktuell leben 612 Flüchtlinge in Lünen; 501 von ihnen betreut die Stadt und versorgt sie mit Wohnraum. 178 Leute wohnen in Privat-, 34 in städtischen Wohnungen. Wo in Lünen Flüchtlinge in Wohnungen leben, kommuniziere die Stadt weiterhin nicht, stellte Müller-Baß unmissverständlich klar. Eine solche Stigmatisierung von Menschen sei schlicht tabu. Anfragen von Bürgern zu Flüchtlingswohnungen hatte es zuletzt an die Stadt und an unsere Redaktion gegeben.

Drei zentrale Unterkünfte

In Wohnungen vermittelt werden laut Müller-Baß Flüchtlinge, die sich seit Längerem in Lünen aufhalten und hier eingelebt haben. Neuankömmlinge, teils noch durch ihre Flucht und vom Krieg in ihren Heimatländern akut beeinträchtigt, werden in den drei zentralen Unterkünften der Stadt betreut.

Dort wohnen zurzeit drei "Sorgenkinder", für die die Stadt dringend Wohnungen sucht. Zwei von ihnen sind Rollstuhlfahrer: Für deren Bedürfnisse sind die zentralen Unterkünfte nicht ausgelegt. Zudem sucht die Stadt eine Wohnung für eine achtköpfige Familie - damit diese zusammenleben kann. Vermieter werden gebeten, sich bei der Stadt an Gunther Pletz, Tel. 104 16 55, zu wenden. Mail: Gunther.Pletz.16@luenen.de