Stadt Lünen: Gutachter soll Moltkestraße überprüfen

Tempo 30, eine neue Fahrrad-Ampel, Durchfahrverbot für LKW über 7,5 Tonnen. Die Vorschläge der Ratsfraktionen nach dem tödlichen Unfall an der Moltkestraße in Lünen sind vielfältig. Umgesetzt wird davon erst einmal nichts. Die Verwaltung schaltet erst einen externen Gutachter ein.

Lünen.. "So schnell wie möglich", so formulierte es der zuständige Dezernent Matthias Buckesfeld am Mittwochabend im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung, solle ein externer Gutachter die Kreuzung Moltkestraße/Konrad-Adenauer-Straße jetzt genau untersuchen - mit dem Schwerpunkt auf die Verkehrssicherheit.

Unabhängig von den Untersuchungen der Staatsanwaltschaft könnten diese Ergebnisse Informationen darüber liefern, ob die Kreuzung baulich verändert werden muss, und wenn ja, wie genau.

CDU, GFL und Grüne hatten zuvor Anträge gestellt, in denen sie verschiedene Veränderungen an der Kreuzung forderten. Die CDU schlug unter anderem eine Gewichtsbeschränkung für LKW auf maximal 26 Tonnen und die Einführung einer Tempo-30-Zone vor, außerdem, ebenso wie die GFL, dass Radfahrer ebenfalls die nahe gelegene Fußgängerampel nutzen könnten.

An Fahrradampel führt kein Weg vorbei

Die Grünen stellten den Antrag, die Kreuzung mit einer Fahrradampel zu versehen. Daran führt wohl sowieso kein Weg vorbei, schließlich müssen alle Kommunen bis Ende 2016 Fahrradampeln bauen. Zunächst wird nun aber der externe Gutachter Empfehlungen geben - der Vorschlag der Verwaltung wurde am Mittwochabend einstimmig angenommen.

Am 18. März kam an der Kreuzung eine 74-jährige Radfahrerin ums Leben, sie war unter einen abbiegenden LKW geraten. Das war der dritte tödliche Unfall an dieser Stelle seit 2001.