Stadt Lünen baut zu früh - Das kostet 512.000 Euro

Ein Fehler in der Verwaltung kostet die Stadt Lünen 512.000 Euro. Diese Summe hätte die Stadt eigentlich als Förderung vom Land NRW für das neue Bürgerzentrum im Stadtteil Gahmen bekommen. Doch weil Fristen beim Bau nicht eingehalten wurden, wird das Geld in der Stadtkasse fehlen.

LÜNEN.. Im März ist der moderne Bürgertreff eröffnet worden, der Neubau hat rund 1,2 Millionen Euro gekostet. Davon hätte die Stadt eigentlich nur 250.000 Euro tragen müssen. Der Rest sollte durch Fördergelder abgedeckt werden. Doch jetzt fallen 512.000 Euro dieser Gelder weg. Weil Fristen nicht eingehalten wurden, hat das Land Nordrhein-Westfalen die Förderung gestrichen.Das führt zu einer weiteren Belastung des Haushalts 2014.

Laut Fachjargon ein "Büroversehen"

Wie Lünens Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick sagte, seien diverse Handwerker-Arbeiten beim Bau des Zentrums ausgeführt worden, "ohne das der Förderbescheid schon vorlag" - bereits drei Monate vor der offiziellen Bestätigung hättenRohbau- und Fensterarbeiten begonnen. Dies sei mit den Förderrichtlinien unvereinbar, sagte Stodollick.

Im Fachjargon ist von einem "Büroversehen" die Rede. Das heißt nichts anderes als, dass ein Mitarbeiter einen Fehler gemacht hat. "Den Schuh muss sich die Verwaltung anziehen", sagte Stodollick.

Keine nachträgliche Genehmigung

Die Verwaltung habe mit Unterstützung der Bezirksregierung in Arnsberg alles versucht, mittels einer nachträglichen Genehmigung doch noch in den den Genuss der Landesgelder zu kommen. "Diese Versuche sind jedoch gescheitert", erklärte Verwaltungschef Stodollick.

Nach seinen Angaben wird zurzeit geprüft, wie sich derartige Fehler künftig ausschließen lassen. Das will auch die CDU-Ratsfraktion wissen und hat deshalb eine entsprechende Anfrage an den Bürgermeister und Verwaltungschef gestellt.