So wird der Bahnhof in Schwerte umgebaut

Endlich geht es am Schwerter Bahnhof los: Nach jahrzehntelanger Planung und Diskussion soll am 19. Juni der Umbau des Bahnhofs-Vorplatzes beginnen. Im nächsten Jahr folgt dann das Bahnhofsgebäude. Wir stellen die Pläne vor.

Schwerte.. Grundsätzlich unterteilt sich der Bauplan für den Platz vor dem historischen Bahnhofsgebäude in vier Bereiche. Zusätzlich werden neue Parkplätze im Bereich der Ladestraße entstehen.

  • Osten:
    Direkt vor dem Eingang, etwa dort, wo sich heute der Parkplatz befindet, entsteht ein Oval mit sogenannten Kiss&Ride-Parkplätzen. Sie sind dazu gedacht, dass man jemanden am Bahnhof abliefern kann. Außerdem werden dort noch Behinderten-Parkplätze, Kurzzeit-Parkplätze und neun Park&Ride-Plätze untergebracht. In Richtung Bahnhof wird eine Art Fahrradparkhaus anstelle der Fahrradboxen gebaut. Auf der Seite zur Bahnhofstraße befinden sich die Haltestellen für die Busse nach Dortmund. An der Kopfseite, etwa auf Höhe der Radstation, ist Platz für bis zu acht Taxen.

  • Mitte-Nord
    Rechts vom Bahnhof soll ein kleiner Platz mit Baumscheiben und Bänken entstehen. Landschaftsarchitektin Ina Bimberg stellte ihre Pläne jüngst im Planungsausschuss vor. Demnach sollen die bestehenden alten Bäume dort zum Blickfang werden.

  • Mitte-Süd
    Davor soll der neue Busbahnhof gebaut werden. Die Haltestellen gruppieren sich um eine Mittelinsel mit überdachten Wartemöglichkeiten. Die Rastplätze für Busfahrer befinden sich zwar auf dem Busbahnhofsgelände, aber an der Beckestraße. Die Einfahrt zum Busbahnhof haben die Planer an der Beckestraße unmittelbar vor der Kreuzung Bahnhofstraße platziert.

  • Westen
    Im westlichen Bereich des Platzes, zwischen der ehemaligen Ladestraße und der Margot-Röttger-Rath-Straße, schließt sich ein Parkplatz mit 128 Stellplätzen für Park&Ride-Kunden an. Doch auch, wenn das mehr Stellplätze sind, als es bisher gibt, reicht das Angebot vermutlich nicht aus.

  • Ladestraße
    Deshalb sollen weitere Park&Ride-Plätze entlang der Ladestraße gebaut werden. Dort wird heute schon geparkt. "Allerdings", so Stadtplaner Adrian Mork, "werden dort keine Luxusparkplätze entstehen." Man werde nur das Gelände mit einer Decke versehen und die Parksituation ordnen.

  • Kosten, Bauzeit und Co.
    Die Bauzeit ist mit einem Jahr veranschlagt. Die Kosten betragen rund 3,7 Millionen Euro. Fast 3,4 Millionen davon fördert der Zweckverband Ruhr Lippe, als Dachverband der Öffentlichen Verkehrsträger. Der Umbau des Bahnhofs schließt sich vermutlich daran an. Er verzögerte sich, weil die ersten Ausschreibungen ergaben, dass man deutlich mehr Geld ausgeben würde, als geplant. Jetzt wurden die Pläne abgespeckt.