So sieht der Kompromiss im Spielplatz-Streit aus

Es war eine Welle des Protest, der sich die Stadt Lünen im vergangenen Jahr gegenüber sah. Klammheimlich hatte sie die Spielgeräte vom Spielplatz "An der Gräfte" entfernt - sie waren marode. Die Bürger in Niederaden starteten eine Beschwerde und forderten, "schnellstmöglich" neue Geräte aufzustellen. Nun wurde ein Kompromiss gefunden.

Niederaden.. Um die Beschwerde ging es Dienstag im Stadtentwicklungsausschuss."Kurzfristig", sagte Thomas Berger, Leiter der Abteilung Stadtplanung, werde "An der Gräfte" aus "laufenden Budgets" der Stadt eine neue Rutsche aufgestellt. Dafür müsse noch ein Gestell beschafft werden. Das hatte im Dezember bereits Lünens Technischer Beigeordneter Matthias Buckesfeld im Haupt- und Finanzausschuss angekündigt.

Mit der Rutsche zumindest wieder ein Spielgerät "An der Gräfte" aufzustellen, sei "ein Kompromiss" mit den Beschwerdeführern, so Berger. Damit seien diese auch zufrieden, sagte er auf Anfrage von Brigitte Cziehso (SPD).
Ersatz für sämtliche Spielgeräte zu beschaffen, sei dagegen finanziell zunächst nicht machbar.

Budget von 150.000 Euro angemeldet

An dieser Stelle führte die Diskussion im Ausschuss weg vom Spielplatz "An der Gräfte" hin zum generellen Vorgehen. Die Arbeitsgruppe "Spielflächenleitplanung" bestehend aus Politikern aller Fraktionen - angedockt bei der Abteilung Stadtgrün - werde sich damit beschäftigten, in welcher Reihenfolge auf Spielplätzen marode Geräte instandgesetzt werden, so Berger. Die Arbeitsgruppe müsse diese "Priorisierung" klären, sagte auch Eckhardt Kneisel (Grüne).

Voraussetzung dafür, "plötzlich" kaputt gegangene Spielgeräte zu ersetzen, ist jedoch, dass dafür auch Geld zur Verfügung steht. Für die anstehenden Haushaltsberatungen habe man beim Kämmerer ein Budget von 150 000 Euro in 2015 für Ersatzbeschaffungen angemeldet, sagte Jürgen Arendes, stellvertretender Leiter der Abteilung Stadtgrün, auf Nachfrage der Redaktion. Es bleibt abzuwarten, ob es dieses Budget in diesem Umfang geben wird.