Sieben Jahre Haft für Bankräuber aus Lünen

Der Mann aus Lünen ist erst 36 Jahre alt und hat schon weite Teile seines Erwachsenen-Lebens hinter Gittern verbracht. Nach einem erneuten Banküberfall hat das Essener Landgericht den Angeklagten am Freitag zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Mann beging den Diebstahl unmaskiert in einer ihm bekannten Filiale.

Lünen.. Außerdem wurde die anschließende Unterbringung in der Sicherungsverwahrung angeordnet.Nur sechs Monate befand sich der Serien-Straftäter in Freiheit, als er im Juni erneut zum Schwerkriminellen wurde.


Zusammen mit einem Freund fuhr er mit dem Auto kreuz und quer durch Essen und kundschaftete mögliche Tatorte aus.Der Kumpel, der ihm bei der Wahl des Tatorts geholfen und ihn gefahren hatte, wurde indes zu 21 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.


Unmaskiert in bekannter Filiale


Die Wahl fiel schließlich auf eine Sparkassen-Filiale, die er früher schon einmal überfallen hatte.Unmaskiert spazierte der Lüner in den Schalterraum, drohte mit einer Pistole in seinem Hosenbund und erbeutete schließlich über 11.000 Euro.


Die Freude über den vermeintlich gelungenen Coup währte allerdings nicht lange. Noch am gleichen Tag wurde der 36-Jährige in Duisburg festgenommen. Ein in dem Geld versteckter GPS-Sender hatte die Beamten auf die Spur des Bankräubers geführt.


Damals glaubhafte Wirkung

Das alles, obwohl er bei seiner letzten Verurteilung eigentlich den glaubhaften Eindruck vermittelt hatte, jetzt endlich begriffen zu haben, worum es im Leben geht. Nach einer Serie von mehreren Banküberfällen attestierten ihm die Richter damals ein "außerordentlich positives Nachtatverhalten." Der Mann habe eine Lebensbeichte abgelegt, so dass eigentlich zu erwarten war, dass er keine Straftaten mehr begeht.