Schwerte setzt Zeichen der Solidarität mit Paris

Nach dem Anschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" am Mittwoch setzt auch die Stadt Schwerte ein Zeichen: Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden wehen auf Halbmast. Derweil wächst in der Diyanet-Gemeinde die Sorge vor einer antiislamischen Stimmung in der Stadt.

Schwerte.. "Wir Muslime sind alle betroffen. Wir fühlen uns teils mitverantwortlich für das, was passiert. Gleichzeitig sind uns die Hände gebunden", sagt Yilmaz Arslan, Vorsitzender der Diyanet-Gemeinde. "Man kann nur immer wieder darüber sprechen."

Die Stimmung der Schwerter gegenüber ihren muslimischen Mitbürgern habe er bisher nicht als negativ empfunden. Dennoch sorgt sich der Vorsitzende, dass die Stimmung umkippen könnte - eine Sorge, die viele Muslime in Deutschland teilen. Das Extremismus-Problem werde in der türkisch-islamischen Diyanet-Gemeinde Schwertes immer wieder besprochen, so der Vorsitzende. "Wir sind gegen Gewalt", sagt Arslan ganz klar.


Innenminister Jäger ordnet Trauerbeflaggung an

Auch am Rathaus wird ein Zeichen gesetzt: Noch bis Samstag wehen dort die französische und die deutsche Flagge nebeneinander - in Trauerbeflaggung auf Halbmast. Das hatte NRW-Innenminister Ralf Jäger angeordnet, als "Zeichen der Solidarität und Anteilnahme".


Schwerter Reisebüros sind von den Entwicklungen in Paris Mitte der Woche übrigens weitgehend unberührt geblieben. "Wir sprechen mit unseren Kunden darüber, aber bisher hat es keine Stornierungen gegeben", sagt Markus Mainka vom Schwerter Reisebüro. Und Quecke Reisen habe in der vergangenen Zeit gar keine Reisen in die französische Hauptstadt angeboten, so eine Mitarbeiterin.

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