Schwerte bekam marode Brücken von der Bahn

Drei Brücken kaufte die Stadt Schwerte 1994 von der Bahn. Drei Brücken, die ziemlich marode waren und seitdem für viel Geld repariert werden mussten. Geld, das Schwerte gerne von der Bahn erstattet hätte. Deshalb trafen sich beide Seiten vor dem Verwaltungsgericht. Das hat eine Entscheidung getroffen.

Schwerte.. Die Stadt Schwerte bekommt von der Deutschen Bahn keinen Nachschlag für die Sanierung maroder Brücken. Das hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Dienstag entschieden. Die Stadt hatte rund 177.000 Euro zusätzlich gefordert.

Im Prozess ging es um die Brücken an der Ostberger Straße, an der Elsetalstraße und am Kirschbaumsweg. Die Unterhaltung der zum Teil schon ziemlich maroden Bauwerke war 1994 an die Stadt übergegangen. Später floss auch Geld.

Weil die Bahn die fast 100 Jahre alten Brücken nicht ordnungsgemäß gewartet hatte, wurden der Stadt für die nicht erbrachten Unterhaltsleistungen umgerechnet rund 114.000 Euro gezahlt. Das war im Jahr 2000.

Gericht: Stadt Schwerte hat sich zu spät gemeldet

Inzwischen - so sagt die Stadt - habe sich jedoch herausgestellt, dass diese Summe viel zu niedrig war. Nach einem neuen Gutachten hat die Stadt von der Deutsche Bahn Netz AG deshalb einen Nachschlag von rund 177.000 Euro verlangt. "Zu spät", entschieden jedoch die Richter. Der Anspruch hätte schon viel früher geltend gemacht werden müssen. Jetzt ist er verjährt.

Die drei Brücken, die allesamt über Eisenbahnschienen führen, sind inzwischen sogar praktisch erneuert worden. Das war natürlich richtig teuer. Die Stadt hat die Gesamtkosten im Prozess auf rund 970.000 Euro beziffert.