Problemfans aus Frankfurt randalierten in Lünen

150 Problemfans der Frankfurter Eintracht haben am Freitagabend in Lünen Krawall gemacht und für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Wir zeichnen ihre Spur nach.

Lünen.. Die 150 Frankfurter hatten sich am Freitag in der Freiherr-vom-Stein-Jugendherberge am Cappenberger See einquartiert. Am Abend zog es sie dann offenbar Richtung Innenstadt: In der Nähe von "Omis Schnapshaus" randalierten die "Fans" in der Gartenstraße. Dabei wurde ein ziviler Streifenwagen beschädigt.

Der Einsatz für die Polizei begann um 1.15 Uhr. Die Beamten stellten die Personalien fest, sprachen Platzverweise aus und schrieben Strafanzeigen. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt.

Den Verkehrsübungsplatz zugeparkt

Ihre Autos stellten die Frankfurter Randalierer offenbar auf dem Verkehrsübungsplatz auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Victoria ab. Darüber ärgerte sich beispielsweise Fahrlehrer Önder Aytekin. Seine Fahrschule Europa hat den Übungsplatz zwar gepachtet, konnte ihn aber nicht nutzen.

Fahrschüler, die mit ihren Eltern am Samstag zum Üben auf den Platz fuhren, hätten das Gelände kaum nutzen können, weil alles voll geparkt war. Aytekins Schilderungen auf Facebook zufolge habe sich die Polizei dagegen entschieden, auf ein Abschleppen hinzudrängen. Mit Erfolg. Denn später am Tag zogen die Frankfurter ab, ohne weiter zu randalieren - sehr zur Freude von Fahrschülern und Anwohnern.

Randale auch in Dortmunds Innenstadt

Am Samstag hatten sich nach Angaben der Polizei 200 gewaltbereite Ultras aus Frankfurt in der Dortmunder Innenstadt versammelt. Nach kurzer Zet sei es gelungen, die Gewalttäter aus Frankfurt festzunehmen. Die Identifizierten sahen vom Spiel nichts: Sie kamen bis Spiel-Ende in Polizeigewahrsam.