Paketzusteller behielt Apple-Geräte für sich

Eine Familie aus Schwerte-Ergste hatte sich auf die Lieferung ihrer Weihnachtseinkäufe gefreut. Ein neues Apple-Macbook hatte auf dem Wunschzettel gestanden, kam aber nicht an. Das lag an dem Paketzusteller, dem das Gerät anscheinend sehr gut gefiel. Und damit war die Geschichte noch lange nicht vorbei.

Schwerte.. Nachdem seine Shisha-Bar in Hagen pleite gegangen war, schlug sich der 24-jährige mit Leiharbeit bei einem großen Paketzusteller durch. Chronisch klamm und noch dazu spielsüchtig, fiel im Dezember 2013 sein Blick auf zwei Pakete des Computer-Händlers Apple, auf die sich die Familie aus Schwerte schon so gefreut hatte.

Der Entschluss war schnell gefasst: Das eine Paket stellte er zu und ließ sich die Lieferung vom 19-jährigen Sohn der Familie quittieren. Das andere mit dem Computer im Wert von rund 1100 Euro behielt er für sich.

Zusteller behielt sogar die zweite Lieferung

Für die Ergster begann nun ein Reklamations-Marathon. Auf Kulanz schickte der Händler ein weiteres MacBook, das der unlautere Zusteller wieder in die Hände bekam und ebenfalls behielt. Diesmal quittierte er die Lieferung einfach selbst, indem er die abgespeicherte Unterschrift nachmachte.

"Ich bereue das sehr", beteuerte der junge Mann, der neben den Ergstern auch einen Hemeraner betrogen hat, indem er ihm Waren im Internet verkauft, aber nicht geliefert hatte.

Mann muss sich wegen Betrug verantworten

Das Schöffengericht am Amtsgericht Hagen verurteilte den Mann wegen Unterschlagung, Urkundenfälschung und Betruges zu einer Geldstrafe von insgesamt 1200 Euro. Die Geldstrafe stellt aber erst den Anfang der Probleme dar, die noch auf den Arbeitslosen zukommen werden: Ihm drohen nun weitere Gerichtsverfahren wegen Betruges.