Mutter nach Brand in Lünen außer Lebensgefahr

Auf dem Weg der Besserung sind Mutter und Kind, die bei einem Wohnungsbrand am Sonntag in Lünen schwer verletzt wurden. Dies teilte die Polizei am Montag auf Anfrage mit. Auch zur Brandursache konnten die Beamten eine erste Einschätzung geben.

Lünen.. Das Feuer sei wohl durch fahrlässige Brandtstiftung entstanden. Die Untersuchungen dauern allerdings noch an. Auch Zeugen werden vernommen.

Mutter und Sohn hatten bei dem Wohnungsbrand schwere Verletzungen erlitten. Für die 35-Jährige bestand zeitweise Lebensgefahr. Der Fünfjährige kam mit dem Baby-Notarztwagen in eine Klinik. Er konnte inzwischen entlassen werden. Die Mutter wird weiterhin im Krankenhaus behandelt. Die Schwiegereltern haben ihre Kinder aufgenommen.

Mutter kollabierte erst, nachdem sie sich gerettet hatte

Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich Mutter und Sohn selbst aus der Brandwohnung retten können. Draußen sei die Mutter dann zusammengebrochen. Es sei nicht ungewöhnlich, dass jemand im Nachhinein kollabiere, sagt Alfred Krömer, Leiter der Lüner Feuerwehr. Bei einer Rauchgasvergiftung könne die schädigenden Wirkung zeitverzögert einsetzen.

Einen weiteren Bewohner des Mehrfamilienhauses hatten zwei Feuerwehr-Trupps unter Atemschutz mit einer Fluchthaube aus der Dachgeschosswohnung gerettet.

Vivawest brachte evakuierte Mieter im Hotel unter

Drei Wohnungen der linken Hausseite sind zurzeit nicht bewohnbar. Die Wohnungsgesellschaft Vivawest hat nach Auskunft von Sprecherin Dr. Marie Mense die betroffenen Mietern zunächst im Hotel untergebracht und kümmert sich um Ausweichquartiere. Am Montag war der Bestandstechniker vor Ort. Am Dienstag wird sich ein Gutachter umschauen, um die Höhe des Schadens aufzulisten.

Die Brandwohnung stand komplett in Flammen, als eine Anwohnerin am Sonntag die Feuerwehr alarmiert hatte. Die entdeckte dort noch einen Hund, der ins Freie gebracht und mit Sauerstoff versorgt wurde.

Das Feuer hatte einen Großeinsatz von 40 Rettungskräften ausgelöst, darunter vier Notärzte aus Lünen, Waltrop und Dortmund. Die Berufsfeuerwehr sowie die Löschzüge Lünen-Mitte und Brambauer waren vor Ort. Sie gingen mit C-Rohren gegen die Flammen vor.