Lüner wollen für Vielfalt und Toleranz demonstrieren

Es ist eine Reaktion auf all die Veranstaltungen von "Pediga" und ihrer Ableger sowie auf die Attentate in Paris: In Lünen findet am Freitag, 23. Januar, um 18 Uhr eine Kundgebung für Vielfalt und Toleranz auf dem Marktplatz statt. Dazu ruft der Aktionskreis gegen Rechtsextremismus auf.

Lünen.. Dienstagabend hatten sich auf Initiative des Lüner SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Schmeltzer einige Vertreter des Lüner Aktionskreises gegen Rechtsextremismus zur Planung der Kundgebung zusammengesetzt. Neben Schmeltzer sind Lünens Integrationsbeauftragte. Dr. AysunAydemir, Integrationsrats-VorsitzenderGürbüzDemirhan und CDU-Fraktionsvorsitzende Annette Droege-Middel in die Planungen involviert.

Einladungsflyer verbreitet sich übers Internet

Sie haben einen Flyer in Umlauf gebracht, der vor allen Dingen via E-Mail und über Facebook im Internet verbreitet wird: Auf diese Weise, sagte Schmeltzer am Mittwoch, sollen Vereine, Verbände, Kirchengemeinden und alle Lüner Bürger zu der Kundgebung eingeladen werden.

Das Multikulturelle Forum Lünen hat sogar eigens eine Veranstaltung bei Facebook eingerichtet und über 1000 Leute zu der Kundgebung eingeladen. Auch Schmeltzer hat die Einladung auf seine Facebook-Seite gestellt und sagt: "Ich habe noch nie gesehen, dass ein Beitrag so schnell geteilt worden ist."

Auf dem Einladungsflyer zur Kundgebung steht: "Wir sind Lünen" - eine weltoffene und bunte Stadt. Als solche stelle man sich "gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir wollen in einer offenen und demokratischen Gesellschaft leben."

Fünf Redner - und vielleicht auch Musik

Alle Bürger seien daher aufgerufen, sich an der Kundgebung am Freitag, 23. Januar, um 18 Uhr auf dem Lüner Marktplatz zu beteiligen.

Dort werden neben Schmeltzer vier weitere Personen auf einer Bühne (einem Lastwagen oder Anhänger) sprechen: Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick,GürbüzDemirhan, der stellvertretende Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Michael Stache (zur Religionsfreiheit), sowie der Chefredakteur von Antenne Unna, Thorsten Wagner (zur Meinungsfreiheit).

Möglicherweise, so Schmeltzer, gebe es zur Umrahmung auch Musik.

Zeit, ein Zeichen zu setzen

Die Kundgebung, sagt Schmeltzer, sei zum einen eine Folge der Attentate in Paris. Zum anderen sei es dringend an der Zeit, ein Zeichen gegen all die Pegida-Kundgebungen und ihre Ableger auch in Nordrhein-Westfalen zu setzen. "Diese Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen werden durch die Bank weg von bekannten Rechtspopulisten durchgeführt", sagte Schmeltzer.

Daher habe der Lüner Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus nun die Initiative für eine Kundgebung für Vielfalt und Toleranz in Lünen ergriffen.