Lüner Studentin entwirft ihre erste Mode-Kollektion

Schon für ihre Barbies hat sie damals aus Stofffetzen Kleidung geschneidert. Heute studiert die Lünerin Leonie Dziedeck Modedesign und ist ihrem Berufsziel ein ganzes Stück näher gekommen. Im Februar kommt ihre erste Kollektion "Bubble Blossom" heraus.

Nordlünen.. Ein Mantel, ein Cape und ein Kleid sind die Kleidungsstücke, die Leonie Dziedeck für ihre erste Kollektion am Fashion Design Institut in Düsseldorf entworfen hat. Farblich, erklärt die 21-Jährige, habe sie sich für die erste Kollektion an die Farben gehalten, die in der Saison Herbst/Winter 2015/2016 angesagt seien: Pastell.

"Ich versuche, mit meinen Entwürfen einen Teil der 90er-Jahre widerzuspiegeln, die Zeit, in der ich aufgewachsen bin", erklärt Leonie. "Wenn ich an meine Kindheit denke, denke ich vor allem an die Barbies, mit denen ich, bis ich 13 war, gespielt habe und an bunte Süßigkeitentüten vomBüdchen."

13 Jahre alt war die Modedesign-Studentin auch, als sie ihre ersten Kleidungsstücke selbst erstellte. Zu dieser Zeit bekam sie eine Nähmaschine. Das Handwerk dazu brachte sie sich zum größten Teil selbst bei oder schaute es sich bei ihrer Oma ab, erzählt Leonie. Ihre ersten eigenen Kreationen waren Handtaschen und Kleider, die die Studentin heute noch besitzt. "Wenn ich das mit dem vergleiche, was ich heute mache, sehe ich natürlich meine Entwicklung", sagt die Studentin lachend.

Während des Studiums hat Leonie bereits ihren eigenen Stil entwickelt. Haute Couture zeige für sie beispielsweise zwar Kunstwerke, spiegele aber nicht die Linie, die sie hauptsächlich verfolgen möchte. "Ich entwerfe am liebsten Kleidung, die jedermann tragen kann. Kleidung, die gute Laune macht", erklärt Leonie.

In Zukunft würde sie gerne ihre Erfahrungen durch Auslandspraktika in Modehäusern in London oder New York erweitern. "Mein Traum wäre es, irgendwann selbstständig zu sein und das volle Programm zu bieten: ein Styling von Klamotten, über Haare und Make-up", schwärmt die 21-Jährige.

Sollte ihre Kollektion auf Zustimmung treffen, wäre sie eine der etwa 30 Studierenden, die ihre Kleidungsstücke bei der Modeschau am 17. Februar im Mercedes-Werk in Düsseldorf ausstellen dürfte.