Lüner Parkplatz-Posse wird Ausschuss-Thema

Die Posse um nutzlose "Einstellererlaubnisse" und das Thema Parken am Lüner Hauptbahnhof im Allgemeinen werden im Ordnungsausschuss weiterdiskutiert - auf Antrag der Grünen. Am 18. Februar soll auch darüber gesprochen werden, ob die Park&Ride-Anlage im Sinne der Fördermittel genutzt wird. Die Antragsteller bezweifeln das.

Lünen.. Viele Pendler haben sich im vergangenen Jahr gegen ein Bearbeitungsentgelt (10 Euro) in Lüner Reisebüros noch sogenannte "Einstellerlaubnisse" besorgt - obwohl sie seit Januar 2014 nutzlos waren. Seitdem können Autofahrer kostenlos vor dem Hauptbahnhof parken. Das hatte die Stadt an ein Reisebüro aber erst sehr spät und an ein anderes Reisebüro gar nicht kommuniziert.

Dass die Parkplätze kostenfrei wurden, darauf hatten der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe und der Zweckverband Ruhr-Lippe gepocht. Es geht darum, den Park-&-Ride-Verkehr zu stärken, da der Parkplatz in den 1990er-Jahren finanziell gefördert wurde und damit an Auflagen gebunden ist.

Für ÖPNV-Nutzer gedacht


Die Grünen-Fraktion stellt nun fest, dass kostenfreie Parkplätze nicht nur Pendlern nützten. Offenbar, so die Grünen, würden "auch Besucher der Innenstadt oder Arbeitnehmer im Innenstadtbereich" vor dem Hauptbahnhof parken.


"Die Fördermittel", schreiben die Grünen, "werden jedoch zur Verfügung gestellt, um den Pendlerverkehr für den ÖPNV zu unterstützen, und nicht, um kostenfreie Parkmöglichkeiten in der City zu schaffen."Im Zuge ihrer Anfrage möchten die Grünen nun zwei Dinge von der Verwaltung wissen:

  • "Wie wird seitens der Stadtverwaltung gewährleistet, dass die P+R-Anlage vor dem Lüner Hauptbahnhof im Sinne der Fördermittel ausschließlich von Teilnehmern des ÖPNV genutzt wird?"
  • Zudem fragen die Grünen, wie mit den "anscheinend nicht-rechtmäßig" ausgegebenen Parkscheinen" (den Einstellerlaubnissen) für die Jahre 2014 und 2015 verfahren wird.Einige Pendler hatten sich bis zuletzt sogar noch Scheine für 2015 besorgt.