Leiterin der Friedrich-Kayser-Schule nimmt Abschied

Für Renate Goeke war Freitag der letzte Schultag in ihrem Leben. Nach 14 Jahren als Rektorin der Friedrich-Kayser-Schule in Schwerte geht sie in den Ruhestand. 14 Jahre, in denen sie das Bild der Grundschule gestaltet und gewandelt hat. Denn als sie im Jahr 2000 die Leitung übernahm, hatte die Schule einen schweren Stand.

Schwerte.. Am Freitag räumte sie ihren Schreibtisch aus und schloss zu Ferienbeginn ein letztes Mal die Schule hinter sich ab.Renate Goeke war bereits am Mittwoch offiziell verabschiedet worden - in einer Feierstunde mit Schülern, Lehrern, Ehemaligen und Bürgermeister Heinrich Böckelühr. Dabei wurde ihr Enthusiasmus für neue Ideen und ihre Leidenschaft hervorgehoben. Vor allem, dass so viele Ehemalige gekommen waren, war für die 60-Jährige "eine schöne Anerkennung für die Arbeit".

Individuelles Förderkonzept

Als die Villigsterin 1998 als Kon-Rektorin an die Friedrich-Kayser-Schule kam und 2000 die Leitung übernahm, hatte die Schule einen schweren Stand. "Viele wollten ihre Kinder nicht hier hinschicken wegen des hohen Ausländeranteils", erinnert sich Renate Goeke. Sie trat dem energisch entgegen mit einem vielschichtigen individuellen Förderkonzept für jedes Kind, für lernschwache wie lernstarke Kinder.

Heute sieht Renate Goeke ihre Schule anders wahrgenommen: "Viele Eltern suchen sich unsere Schule bewusst aus. Migrationsfamilien fühlen sich angenommen. Hier klappt Integration zu 100 Prozent. Und auch bildungsnahe Familien haben durch Mund-zu-Mund-Propaganda mittlerweile gelernt, dass unsere Förderprogramme auch ihren Kindern zugute kommen."Renate Goeke ist stolz darauf, den Wandel für ihre Schule geschafft zu haben: "Das ist mein Ding!"