Landeplatz für Christoph 8 muss umgebaut werden

Bäume müssen gefällt, die Beleuchtung verbessert und die Farbe der Symbole auf dem Boden geändert werden: Um den Vorschriften zu entsprechen, muss an der Abflug- und Landefläche für Christoph 8 am St.-Marien-Hospital in Lünen einiges getan werden. Das kann teuer werden.

LÜNEN.. Um den Vorschriften eines Hubschrauberlandeplatzes auch weiterhin zu entsprechen, wird die Station am St.-Marien-Hospital derzeit für 70.000 bis 80.000 Euro aufgerüstet.

Der Umbau ist zurückzuführen auf die "Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Genehmigung der Anlage und des Betriebs von Hubschrauberflugplätzen" aus dem Jahr 2005 (hier als pdf zum Download bei der Deutschen Flugsicherung).Zur Erfüllung dieser Vorgaben gab es bisher eine Übergangsfrist.

Laut der ADAC Luftrettung, die den Landeplatz betreibt, sind aufgrund der Lage inmitten des Stadtkerns die Auflagen nicht zu 100 Prozent zu erfüllen. Daher habe man eine Ausnahmegenehmigung beantragt, damit Christoph 8 weiter starten darf.

ADAC hat Gutachten erstellen lassen

"Wir haben ein Gutachten erstellen lassen und wollten schauen, welche Möglichkeiten es gibt, um so nah wie möglich den Vorgaben zu entsprechen", sagt Dirk Buchholz, Regionalleiter Flugbetrieb im Bereich Nordwest der ADAC Luftrettung. Das Ergebnis: Für genügend Hindernisfreiheit, passende Beleuchtung sowie Beschriftung muss gesorgt werden. "Beim An- und auch Abflug sollte ein bestimmter Winkel garantiert sein. Es wurden bereits einige Bäume gefällt, um das zu erreichen", so Buchholz. Zudem wird die bereits bestehende Beleuchtung durch lichtstärkere Lampen ersetzt und auch ergänzt, um bei Nacht sicher landen zu können.

"H" muss rot eingefärbt sein

"Schließlich finden noch Arbeiten an der Bodenbeschriftung statt. Das bisher weiße ‚H‘ muss künftig rot eingefärbt sein", erklärt der Regionalleiter. Aufgrund der geänderten An- und Abflugrichtung wird außerdem die Ausrichtung der Beschriftung geändert. Die Kosten von bis zu 80.000 Euro trägt die ADAC Luftrettung. Die Erteilung der Ausnahmegenehmigung durch das Verkehrsministerium sei zudem nach Aussagen von Dirk Buchholz nunmehr "lediglich ein Verwaltungsakt". Die Genehmigung sei nach Vorlage des Gutachtens beantragt worden und werde letztendlich erteilt, wenn alle Maßnahmen umgesetzt worden seien. Wann die Arbeiten an dem Flugplatz vollständig beendet werden, konnte er noch nicht sagen.