Ladenbesitzer sammelt Stimmen für Zebrastreifen

Wenn vor Thorsten Kahlerts Laden Bremsen quietschen, kriegt er jedes Mal einen Höllen-Schreck. Denn immer wieder geraten im Gänsewinkel Kinder beim Überqueren der Grünstraße in brenzlige Situationen. Thorsten Kahlert setzt sich jetzt für einen Zebrastreifen ein. Er wollte den sogar selbst bezahlen, aber das hat die Stadt abgelehnt.

Schwerte.. Jetzt sammelt Kahlert in seinem Viertel Unterschriften für seine Idee. Er fordert gleich zwei Zebrastreifen: einen nahe der Zufahrt zum DRK-Kindergarten Gänsewinkel, einen zweiten vor der Gesamtschule. Kahlert: "Besonders unübersichtlich ist die Situation während der Bring- und Abholzeiten, wenn Eltern mit ihren Fahrzeugen im Kreuzungsbereich alles zuparken und ihre Autos die Sicht auf Kinder am Straßenrand behindern." Hinzu komme, dass jenseits der Schwellen, die direkt vor der Schule das Schnellfahren verhindern, von vielen Fahrern das Limit von 30 Stundenkilometern nicht eingehalten werde.

Ab Montag, 1. Juni, will er Unterschriften sammeln für einen Bürgerantrag und mit Aktionen im ganzen Viertel auf das Problem aufmerksam machen. Den Kindergarten hat er dabei auf seiner Seite. Viele Eltern würden einen Zebrastreifen befürworten, erklärte eine Mitarbeiterin gestern auf Anfrage.

Schulleiter sieht keine Gefahr

Die Gesamtschule sieht ihre Schüler dagegen nicht in der Gefahrenzone. Schulleiter Jürgen Priggemeier: "Die Kreuzung liegt ja ein Stückchen weiter östlich." Direkt vor der Schule werde das Tempo der Autofahrer durch Schwellen gedrosselt, beim Ein- und Aussteigen in die Schulbusse gebe es zudem eine Aufsicht.

Den meisten der rund 1000 Schüler ist das Verlassen des Schulgeländes außerdem gar nicht erlaubt. Lediglich die Oberstufenschüler dürfen in Pausen und Freistunden die Schule verlassen. Sie überqueren dann auch schon mal gern die Straße, um das Geschäft von Thorsten Kahlert aufzusuchen und sich in seiner "Genuss Bar" etwas zu essen zu kaufen. Weil er ein Konkurrent für die Schul-Mensa sei, so vermutet der Koch, habe die Schule schon vor zwei Jahren den von ihm vorgeschlagenen gemeinsamen Einsatz von Schülerlotsen abgelehnt.

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