KuWeBe gibt grünes Licht für Schwertes neue Mitte

Schwertes neue Mitte ist in Planung: Für das historische Zentrum mit Ruhrtalmuseum, Gemeindehaus und Marktschänke gab es jetzt grünes Licht vom Verwaltungsrat des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs (KuWeBe). Was dieser Beschluss mit sich zieht und wie es um die Finanzierung des Projekts steht - wir erklären die Maßnahmen im einzelnen.

Schwerte.. Grünes Licht für das neue historische Zentrum der Stadt gab der Verwaltungsrat des Kultur- und Weiterbildungsbetrieb. Einstimmig wurde damit auch der Plan gebilligt, sich vom Ruhrtalmuseum zu trennen und es in eine Bürgerstiftung zu überführen.

Die Bürgerstiftung ist neben dem Betrieb des Museums, das sich dann als außerschulischer Lernort dem Thema Wasser widmen soll, auch für die Aktivitäten im restlichen Ensemble zuständig.

Zu diesem Ensemble gehört neben dem ehemaligen Rathaus auch das neue Gemeindehaus der evangelischen Kirche und die Marktschänke, die künftig als Scharnier den Eingangsbereich von beiden Gebäuden bildet.

Die Maßnahmen im einzelnen:

  • 1,2 Millionen Euro sollen in Bau und Einrichtung des Alten Rathauses investiert werden. Das heutige Museum und seine Übergabe an die Bürgerstiftung St. Viktor, die im April gegründet werden soll, gehört zu den Ankerpunkten bei der Planung von Schwertes neuer Mitte. Nach der Sanierung der St.-Viktor-Kirche und dem Neubau des Gemeindehauses sollen auch das Ruhrtalmuseum und die Marktschänke in neuem Glanz erstrahlen.
  • 2016 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden, 2017 soll alles in Betrieb gehen können.
  • Die Marktschänke wird künftig die Touristikinformation der Stadt und ein Caf mit einem Shop beherbergen. Vor allem dem Gastronomiebetrieb kommt in der Finanzierung des gesamten Projekts eine wichtige Rolle zu. Die Gewinne sollen zusammen mit einem Zuschuss des KuWeBe den Betrieb des neuen Zentrums finanzieren.
  • Laut Wirtschaftsplan soll der Gastronomiebetrieb spätestens ab 2019 rund 123.000 Euro Gewinn machen, mit dem ein Teil des Gesamtbetriebs finanziert wird. Das entspricht einem Umsatz von 487.000 Euro.
  • Betreiber von Caf und Laden wird die Rohrmeisterei. Die hat im Wirtschaftsplan auch schon vorgerechnet, wie man auf die Umsatzprognosen kommt.Den Umsatz machen will man mit: einer Kombination aus einem Caf mit -la-carte-Bereich; einem Laden, in dem Heimatprodukte, Schwerte Merchandising-Artikel und Genussmittel angeboten werden; einem Catering- und Tagungsbereich.
  • Das neue Ensemble soll als Ort für Tagungen dienen, im historischen Museum will die Stadt künftig Trauungen anbieten. Für diese Kunden will man Büfetts und Getränke anbieten. "Die Frauenhilfe oder Veranstaltungen der Jugendarbeit müssen nicht die Gastronomie nutzen", sagt Rohrmeistereichef Tobias Bäcker.
  • Nach einer Anschubfinanzierung durch das Förderprogramm Initiative ergreifen, soll neben dem Gastronomiebetrieb noch ein Zuschuss von 97.000 Euro durch den KuWeBe und die Beiträge der Stadt für die Nutzung der Touristikinformation (rund 18.000 Euro) zur Finanzierung beitragen. Für die ist übrigens dann die neue Bürgerstiftung zuständig. Denn die soll den neuen Bildungs- und Erlebnisort, so die Sprache der Planer, betreiben. Gebäude und Grundstück bleiben aber Eigentum des KuWeBe. Anstelle einer Museumsleitung wird, nachdem sich der amtierende Museumschef John Loftus in den Ruhestand verabschiedet hat, eine Ensemble-Leitung eingestellt.

Doch noch gilt es, einige Hürden zu nehmen. So sind die Förderanträge zwar mit Land und Landschaftsverband besprochen, müssen aber noch gestellt und genehmigt werden. Man gehe aber von einer positiven Reaktion aus, so KuWeBe-Vorstand Klaus Kilian. Zumal mit dem Förderbescheid für den Ausbau des Platzes zwischen den Gebäuden ein erster Grundstock gelegt sei.