Künstler muss Licht jeden Abend selbst einschalten

Die Zeiten, in denen jemand abends durch die Stadt geht, um die Gas-Laternen anzuzünden, sind eigentlich lange vorbei. An der Bahnhofsunterführung in Schwerte ist es aber noch so ähnlich. Lichtkünstler Jörg Rost muss die Beleuchtung dort jeden Abend per Hand einschalten. Ansonsten würde es dort dunkel bleiben.

Schwerte.. Reine Handarbeit ist derzeit das Ein- und Ausschalten der künstlerischen Beleuchtung des Schwerter Bahnhofstunnels. Jeden Tag muss Lichtkünstler Jörg Rost vorbeikommen, um die LED-Strahler anzuknipsen, die die Details der filigranen Stahlkonstruktion in Szene setzen sollen - und das seit mittlerweile einem Jahr.

Zuerst war die Steuerungs-Automatik defekt."Eigentlich sollten die empfindlichen Regler in einem Schaltschrank stehen", so Lichtkünstler Rost. Auf den habe man jedoch fast zwei Jahre warten müssen. Zwar ist die empfindliche Elektronik mittlerweile durch ein Schaltschrank-Gehäuse geschützt und repariert. Jetzt aber- so Rost - habe ein Programmierfehler die Technik lahmgelegt. Und die erneute Reparatur wird wohl wieder dauern.

Diebstahlsicher

Die LED-Lichtinstallation war erst vor zwei Jahren mithilfe von Sponsoren und Spenden montiert worden. Zusammen mit 22 kräftigen weißen Funktionsleuchten sollte sie den früheren Angstraum einladender gestalten. Zehn der farbigen Strahler wurden Anfang des Jahres von Unbekannten entwendet. Sie wurden jetzt durch vier neue, größere Lampen ersetzt, die laut Rost diebstahlsicher angebracht sind.

Mit einem großen Straßenfest war die Anlage Ende November 2012 erstmals eingeschaltet worden. Sie wird von den Stadtwerken im Auftrag der Stadt betrieben.