Jäger versammeln sich für Demo am Freischütz

Am Mittwochabend hat die SPD ihren Politischen Aschermittwoch im Schwerter Freischütz abgehalten. Im Vorfeld der Veranstaltung versammelten sich zahlreiche Jäger an der Hörder Straße, um gegen die Pläne der Landesregierung zur Änderung des Jagdgesetzes zu demonstrieren. Im Video sehen Sie Eindrücke und Kurzinterviews.

Schwerte.. Durch ein Spalier von orange-gekleideten Jägern müssen die Gäste des Politischen Aschermittwochs schreiten, die vom Parkplatz gegenüber des Freischütz die Fußgängerbrücke über die Hörder Straße zur Gaststätte nutzen. Begleitet von einem Jagdhorn-Ensemble machen die Waidmänner ihrem Ärger über die Pläne der Landesregierung zur Änderung des Jagdgesetzes Luft.

Zwischen 100 (Angabe der Polizei) bis 300 Jäger (Kreisjagdverband) haben sich am Mittwoch in Schwerte getroffen. Was sie an den Plänen der Landesregierung stört, haben sie in einem Katalog mit 13 Forderungen zusammengetragen. Was viele Jäger besonders ärgert, ist die geplante Reduzierung der jagdbaren Arten. Auch das angedachte Verbot des Abschusses wildernder Katzen ist ein Knackpunkt.

Ein Gespräch mit Norbert Römer, Vorsitzender SPD-Region WW, der für die Parteiveranstaltung am Abend angereist ist, beschreibenReinhardMiddendorf,Vorsitzenderder KreisjägerschaftUnna, und Hermann Hallermann, Vize-Präsident des Landesjagdverbandes, am Abend als "beruhigend". Römer habe zugesichert, die Forderungen der Jäger weiter prüfen zu lassen. Und machte Hoffnungen: "Einen Gesetzentwurf ohne Änderungen" gebe es ohnehin nicht. Der Entwurf soll im Mai den Landtag passieren. Gleichzeitig betonte Römer aber auch, er werde auch mit Naturschützern das Gespräch suchen - und die sind bekanntlich nicht selten anderer Meinung als die Jäger.

Auch in Emsdetten war am Mittwochabend eine Demonstration der Jäger geplant, am 18. März ist eine Großveranstaltung in Düsseldorf geplant.