Hoffnung für Hatice aus Lünen - Tante als Spenderin?

Neue Hoffnung für die an Leukämie erkrankte Hatice Özyurt aus Lünen: Eine Tante aus der Türkei kommt offenbar als Knochenmarkspenderin in Frage. Dass die Verwandte überhaupt typisiert wurde, lag am Einsatz von Hatices Ehemann.

Lünen.. Hatices Mann Ismail Özyurt hatte die Aktion, bei der 30 nahe und weiter entfernte Verwandte Blutproben abgaben, organisiert und finanziert. "Die Blutproben wurden nach Deutschland in die Uniklinik Münster geschickt und untersucht", so Ismail Özyurt.

Von 20 Teilnehmern stand bis Mittwoch kein Ergebnis fest. Die Blutprobe der Tante gehörte zu den ersten untersuchten Proben. Das Ergebnis in diesem Fall: Zu 80 Prozent stehe die Tante als potentielle Spenderin fest, hieß es am Mittwochnachmittag.

Die Tante ist 58 Jahre alt, ist die Schwester von Hatices Vater und lebt etwa 300 Kilometer von Istanbul entfernt. Ismail Özyurt: "Zum Glück ist sie absolut gesund, so dass sie als Knochenmarkspenderin in Frage kommt."

Schwiegereltern in Deutschland - Spende in Münster?

Wenn nun in einigen Tagen feststeht, ob die Tante tatsächlich als Knochenmarkspenderin in Frage kommt, soll sie für etwa eine Woche ins Klinikum Münster reisen. Dort wird die Spende dann vorbereitet und durchgeführt.

Derzeit sind die Schwiegereltern von Hatice Özyurt in Brambauer, um sich um die drei Kinder des Paares zu kümmern. Lünens Integrationsbeauftragte Dr. Aysun Aydemir erklärte: "Sie sind mit einem Touristen-Visum in Deutschland. Wir hoffen, dass zumindest die Schwiegermutter das Visum noch verlängert bekommt, weil sie sich eben in dieser Situation um die Kinder kümmert."

Mitte Februar hatte es eine Typisierungsaktion im Bürgerhaus Brambauer gegeben, bei der 1800 Menschen eine Blutprobe abgegeben hatten. Seinerzeit wurde aber kein geeigneter Spender gefunden.