Hier plant die Stadt neue Container für Flüchtlinge

Der Flüchtlingsstrom reißt nicht ab. 85 Personen wurden bereits in diesem Jahr der Stadt zugewiesen, und nach den aktuellen Prognosen werden es bis Jahresende mindestens 229 Flüchtlinge sein, die Schwerte unterbringen muss. Nun will der Generationenausschuss weitere Wohncontainer für sie aufstellen - an zwei Standorten.

Schwerte.. Sozialdezernent Hans-Georg Winkler will deshalb jetzt doch auf Wohncontainer setzen. Er beantragt im Generationenausschuss des Rates die Zustimmung zum Aufstellen von sogenannten mobilen Wohneinheiten an der Kirchstraße in Ergste und auf den Parkplätzen an der Schützenstraße.

Das Ganze belastet die ohnehin gebeutelte Stadtkasse. Rund 319 000 Euro muss man in diesem Jahr für die rund 40 Container, die am Ende zu zwei Gebäuden zusammengesetzt werden, auf den Tisch legen. Insgesamt soll so behelfsmäßiger Wohnraum für 36 Personen geschaffen werden.

Auf dem Sportrasen

Als Standort schlägt die Verwaltung in Ergste einen Teil des Sportrasens an der Evangelischen Grundschule vor. Das Containerhaus hat eine Fläche von 25 mal 14,5 Metern und böte Wohnraum für 24 Menschen. Der Rest der Wiese könnte weiterhin für den Schulsport genutzt werden, so Winkler. Die Leitungen für Heizung, Wasser und Strom könnte man dort aus dem Schulgebäude herüber legen. Die Schulleitung sei informiert, so Winkler.

Außerdem wünscht er sich von den Politikern ein Votum zum Ausbau des ehemaligen Gebäudes von Elektro Peters am Kurzen Morgen in Geisecke. Dort ziehen vorerst 19 Asylbewerber ein. Platz wäre aber für fast 50 Personen. Das widerspricht allerdings dem Willen des Stadtrates. Der hatte sich gegen Sammelunterkünfte und für die Unterbringung in privaten Wohnungen ausgesprochen und das auch in einem gemeinsamen Antrag verabschiedet.

Zeit drängt

Eine Unterkunft für insgesamt 50 Menschen widerspricht diesen Bestrebungen, das weiß auch Winkler. Andererseits dränge die Zeit. Alleine um die von ihm vorgeschlagenen Container aufzustellen, sind 20 Wochen veranschlagt. Wie die Lage bis dahin aussieht, kann nur gemutmaßt werden. Gespräche mit dem Innenministerium lassen da wenig Hoffnung zu.

Dort verweist man zwar darauf, dass in Albanien und dem Kosovo derzeit per Kampagnen und Grenzkontrollen versucht werde, Menschen von der Reise abzuhalten. Das habe aber wenig Erfolg. Zudem sei der Weg über das Mittelmeer kaum zu kontrollieren.