Geplante Schweinemast: BUND legt Beschwerde ein

Hunderte Schweine sollen demnächst auf einer Mastanlage in Reingsen bei Schwerte leben. Der Kreis Unna hatte den Ausbau einer Anlage trotz massiver Proteste vorzeitig genehmigt. Dagegen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) jetzt Beschwerde bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht.

Schwerte.. Nach Akteneinsicht in der Sache Schweinemast Goeken bei der Stadt Schwerte und der Landschaftsbehörde des Kreises Unna hat der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) eine Fachaufsichtsbeschwerde bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Das teilte der Umweltverband am Donnerstag mit.

Stickstoffeinträge

Nach Ansicht des BUND wurden bei der vorzeitigen Genehmigung vom Kreis wesentliche Verbote des Landschaftsplans nicht berücksichtigt und wichtige Unterlagen dazu vom Antragssteller offenbar erst gar nicht angefordert. "Für diese wären weitere Ausnahmegenehmigungen oder sogar Befreiungen erforderlich", so der Bund in einer Erklärung.

Im Wesentlichen gehe es dabei um Stickstoffeinträge, die laut BUND empfindliche Pflanzen zerstören können. Die gebe es im Umfeld der geplanten Anlage. Der Lebensraum für solche Pflanzen sei selten geworden und dieser als geschütztes Gebiet im Landschaftsplan festgesetzt.

Hohe Nährstoffmengen

Hohe Mengen schädlicher Nährstoffe gelangen nach Auffassung des BUND schon heute über die Luft in das Gebiet. Der überwiegende Teil stamme aus der Landwirtschaft und bestehenden Tierhaltungsanlagen.