Gelder gestrichen - Wasserfreizeit vor dem Aus

Eine Klatsche folgt der nächsten: Nachdem sich der Sportausschuss am Mittwoch geweigert hat, den Weg für das Projekt "Wasserfreizeit am Kanal" im Lüner Ortsteil Gahmen mit und ohne ein vom Schwimmverein Lünen 08 (SVL) betriebenes Freibad freizumachen, ist das millionenschwere Projekt am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss vollends auf Grund gelaufen.

Gahmen.. Der im Haushalt 2015 vorgesehene Eigenanteil der Stadt von 350.000 Euro zur Umsetzung des Vorhabens wurde gestrichen. Das Votum des Finanzausschusses fiel einstimmig aus. Damit ist die Wasserfreizeit erstmal auf Eis gelegt. Daran ändern auch kleinlaute Ankündigungen der Verwaltung nichts, dass Vorhaben "möglicherweise" im Zuge des förderfähigen Projekts "Emscher Landschaftspark 2020+" realisieren zu können.

Verwaltung lag daneben

Anfang dieser Woche war die Verwaltung mit ihrem Chef, Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick, noch davon ausgegangen, die P2+-Variante im Zuge des Förderprojekts "Soziale Stadt Gahmen" unters Volk und die Politik bringen zu können. Spätestens seit Donnerstagabend steht fest, die Verwaltung lag mit ihrer Einschätzung völlig daneben.

Abgezeichnet hatte sich dies schon in der Sondersitzung des Sportausschusses am Mittwochabend. Dort lösten die P2+-Pläne nur Kopfschütteln aus. Eine Wasserfreizeit ohne Schwimmbad, hieß es, würde ihrem Namen nicht gerecht. Deshalb erhielt die Verwaltung den Auftrag zu prüfen, wie die ursprünglich angedachte Variante mit Schwimmbad (P3) zu einem späteren Zeitpunkt doch noch realisiert werden kann.

Beobachter zufrieden

Dies werteten einige Beobachter des schwelenden Konflikts zwischen der Verwaltung und dem "zu Unrecht von der Verwaltung ausgebooteten SVL" als Punktsieg für den traditionsreichen Schwimmverein. Ob der SVL aus Sicht seiner Anhängerschaft weitere Punkte einfährt, bleibt abzuwarten. In der kommenden Woche beschäftigen sich der Stadtentwicklungsausschuss und der Rat mit dem Freizeitprojekt - Wasser marsch.