Flüchtlinge in Herberge: Stadt stinkig über Info-Fluss

Die Stadt Lünen zeigt gegenüber der Bezirksregierung Arnsberg Verständnis für den Plan, Flüchtlinge ab Oktober in der Jugendherberge am Cappenberger See unterbringen zu wollen. Unzufriedenheit herrscht hingegen über die Kurzfristigkeit und die Kommunikation mit Arnsberg.

Lünen.. Erst in der vergangenen Woche hat die Stadt von den Plänen der Bezirksregierung erfahren, Flüchtlinge in der Jugendherberge am Cappenberger See unterbringen zu wollen. Dort sollen 122 Asylbewerber in dem begrenzten Zeitraum von Oktober bis Ende Januar untergebracht werden. Es sei klar, dass trotz aller Vorbereitungen die Arbeit nur bedingt planbar sei, so Fachdezernent Ludger Trepper. Aber: "Man kann das besser abstimmen."

Kommunikation ist verbesserungswürdig

Die Kommunikation mit der Bezirksregierung in Arnsberg sei eindeutig verbesserungsfähig, betont er. Deshalb fordert die Stadt jetzt einen Informationsabend für die Bürger. Angedacht ist ein Termin in der letzten Ferienwoche.

Der Druck bei der Unterbringung von Flüchtlingen sei groß, bemerkt Trepper und verweist auf Nachbarstädte. In Unna ist in den vergangenen Tagen eine Erstaufnahmeeinrichtung für 800 Menschen eröffnet worden, für die in Dortmund gab am Mittwoch kurzzeitig einen Aufnahmestopp wegen Überbelegung. Platz ist dort für 350 Flüchtlinge, 900 halten sich derzeit dort auf.

Zuständigkeit bei der Bezirksregierung

Die Unterbringung am Cappenberger See soll ähnlich funktionieren wie die Einrichtung in Dortmund-Hacheney. Die Menschen sollen dort untersucht und registriert werden, bevor sie auf das Land verteilt werden. Die Erfüllung dieser Aufgaben liegt laut Ludger Trepper einzig und allein bei der Bezirksregierung und nicht bei der Stadt.