Feuerwehr durfte umgestürzten Baum nicht räumen

Ein Baum lag am Mittwoch quer über die Straße Bürenbruch in Schwerte-Ergste. Vom Sturm umgeknickt, Autos kamen nicht vorbei. Die Feuerwehr war mehrfach vor Ort, musste den Stamm jedoch liegen lassen. So sind die Richtlinien. Dann am Nachmittag war der Baum weg. Doch wer hat ihn beseitigt? Eine kuriose Geschichte.

Ergste.. Mittwochmorgen, die Straße Bürenbruch in Ergste ist dicht. Eine massive Tanne liegt quer über die Fahrbahn. Vom Orkan Niklas umgeknickt. Flatterband ist quer über die Fahrbahn gespannt. Kein Auto kommt auf dieser wichtigen Verbindungsstraße zwischen Schwerte und Iserlohn durch.

Besitzerin muss sich um Räumung kümmern

Die Feuerwehr war bereits dreimal vor Ort. Ist nun ein viertes Mal da. "Auf dem Weg den Bürenbrucher Weg hinauf haben wir schon geahnt, dass es wieder der gleiche Baum ist", sagt Ralf Jürgens von der Schwerter Feuerwehr. Die Retter werden von Zeugen gerufen. Doch sie können den Stamm nicht wegräumen - so sind die Richtlinien.

Der Grund mutet kurios an: Da der Baum ursprünglich auf Privatgrund gestanden hatte, ist die Besitzerin für die Entsorgung zuständig. Diese habe bisher kein Unternehmen mit der Beseitigung beauftragen können, so Jürgens - nach dem Sturm "Niklas" haben diese Betriebe gerade viel zu tun. Bedeutet: Der Stamm bleibt da erstmal liegen, die Straße gesperrt.

Keiner weiß, wer den Bäum beseitigt hat

Am Nachmittag dann Verwirrung: Mittlerweile ist der Bürenbruch wieder frei. "Der Baum wurde zersägt und weggeschafft, die Straße ist wieder komplett befahrbar", sagt Stadtsprecher Carsten Morgenthal. Wer dafür verantwortlich ist, ist jedoch noch unklar. "Das ist die große, spannende Frage", so Morgenthal.

Auch Kreis-Sprecherin Birgit Kalle konnte auf Anfrage keine genaueren Angaben dazu machen. Klar ist: Der Bauhof des Kreises war ebenso vor Ort wie die Schwerter Feuerwehr. Diese habe den Baum aber nicht weggeräumt, sagte Löschzug-Führer Ralf Jürgens am Nachmittag. Der zuständige Mitarbeiter des Bauhofs sei derzeit nicht erreichbar, so Kreis-Sprecherin Kalle. Die Besitzerin des Grundstücks, auf dem der Baum gestanden hat, ist ebenfalls nicht zu sprechen.

Wer es auch war: Die Autofahrer wird es freuen.

Auf unserer Karte sehen Sie, wo der Baum lag: