Fehlalarm: Kein Ertrunkener im Lüner Seepark

Zu einem Großeinsatz rückte in der Nacht auf Samstag die Feuerwehr Lünen aus. Sicherheitsbeamte des Seeparks hatten am Ufer Kleidung entdeckt. Sie fürchteten, dass die Person ertrunken sein könnte und riefen die Polizei. Es begann ein Einsatz mit Suchtrupps, Tauchern und sogar einem Hubschrauber.

Lünen.. Kurz nach 23 Uhr am Freitagabend ging die Meldung bei der Berufsfeuerwehr Lünen ein. Beamte der für den Seepark zuständigen privaten Sicherheitsfirma B-A-K hatten am Ufer des Sees Kleidungsstücke entdeckt. Nicht nur das; sie kannten sogar den Besitzer. Dass die Person ins Wasser gegangen sein soll, hielten die Beamten für unwahrscheinlich. Ihrer Aussage nach, habe der Gesuchte den See bisher immer gemieden.

Über eine Stunde lang suchten Polizei und Feuerwehr daraufhin der See und die umliegende Umgebung ab. Kurz vor Abbruch des Einsatzes kam ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera dazu, der das Gelände überfliegen sollte. Auch eine Taucherstaffel aus Hamm war bereit für den ersten Tauchgang, als der Einsatz abgebrochen wurde.

Vermisster meldet sich telefonisch

Denn laut einem Polizeisprecher erhielt der Bruder des Gesuchten gegen 23.40 Uhr einen Anruf. Der Vermisste meldete sich und gab Auskunft, bei einem Bekannten zu sein. Warum seine Kleidungsstücke sich am See befanden, ist noch ungeklärt. Der Bruder informierte daraufhin die Polizei, die gegen 0.10 Uhr am Samstagmorgen Entwarnung gab. "Bei dem Gesuchten handelte es sich um einen 44-jährigen Mann mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung", erklärte ein Polizeisprecher am Sonntag.