Erhalten nur Lüner Kinder Kita-Plätze in Lünen?

Wer soll die Kindergartenplätze in Lünen erhalten? Nur Mädchen und Jungen aus Lünen? Oder auch die Kinder aus anderen Städten - beispielsweise wenn die Eltern nicht in Lünen wohnen und deshalb täglich dorthin pendeln? Die Politiker haben sich eindeutig postiert.

Lünen.. Nach Lünen pendeln viele Berufstätige etwa aus Werne oder Dortmund ein. Einige von ihnen nehmen auch gleich ihre Kinder mit, die dann Lüner Kindertageseinrichtungen besuchen. 40 "ortsfremde Kinder", so nennt die Verwaltung das, werden derzeit in Lünen betreut.

Da in Lünen jedoch weiter große Nachfrage nach Kita-Plätzen besteht, sollen auswärtige Kinder künftig hintenanstehen: Der Jugendhilfeausschuss hat einstimmig entschieden, Lüner Kindern bei der Vergabe von Kinderbetreuungsplätzen (Plätze in Kitas und bei Tagesmüttern) Vorrang einzuräumen.

Stadt: Ausbau der Kitas wäre zu teuer

"Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte im Ausschuss Beanka Ganser, Abteilungsleiterin Tagesbetreuung für Kinder. Zumal "immer wieder" Anfragen von Eltern ortsfremder Kinder eingingen. Wollte man diese Anfragen alle erfüllen, müssten letztlich jedoch die Kitas ausgebaut werden. Das sei nicht finanzierbar und daher nicht vorgesehen.

Sprecherin Simone Kötter erklärte dazu, dass die Stadt "schon immer dafür gesorgt hat, Lüner Kinder prioritär mit Plätzen in der Kindertagespflege" zu versorgen. Der politische Beschluss solle dieses Vorgehen für die Zukunft stützen. Gleichwohl: Wenn alle Lüner Kinder versorgt sind, könnten auswärtige Kinder gerne die frei gebliebenen Plätze erhalten.