Entscheidung über Forensik erst nächstes Jahr

Das Verfahren zur geplanten Ansiedlung einer forensischen Klinik auf der Victoria-Brache kommt nur langsam voran. In diesem Jahr wird es keine Entscheidung mehr geben. Das erklärte auf Anfrage Christoph Söbbeler, Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg.

LÜNEN.. Die Bezirksregierung ist gefordert, nachdem der Rat der Stadt Lünen im Februar 2014 das sogenannte gemeindliche Einvernehmen zum Bau der Klinik für psychisch kranke Straftäter verweigert hatte. Das Baurecht eröffnet Möglichkeiten, sich über den Lüner Widerstand hinwegzusetzen. Diesen Schritt müsste die Bezirksregierung einleiten, die das Verfahren im Auftrag des Landes NRW durchführt.

"Kein ganz alltäglicher Komplex"

Dass die Bearbeitung sich in die Länge zieht, hatte die Behörde zunächst mit Arbeitsüberlastung begründet. "Mittlerweile befassen sich die Kollegen damit, aber es ist kein ganz alltäglicher Komplex", sagte Söbbeler am Mittwoch.

Aus Sicht der Stadt gebe es nichts Neues, erklärte der Leiter der Lüner Stadtplanung, Thomas Berger, vergangene Woche im Stadtentwicklungsausschuss: "Der Ball liegt in Arnsberg." Falls Arnsberg den Bau der Forensik vorantreibt, wovon auszugehen ist, könnte Lünen klagen.