Eltern sauer: Schüler-Spezialverkehr wird gestrichen

70 Stundenkilometer dürfen Autos auf vielen Abschnitten der Rote-Haus-Straße in Schwerte fahren. An der Landesstraße gibt es weder einen Geh- noch einen Radweg. Trotzdem soll die Strecke nach den Sommerferien als Schulweg dienen. Denn der Fahrdienst für die Schüler wurde gestrichen. Die Eltern sind verärgert.

Villigst.. Der Grund für den neuen Schulweg: Sparzwänge. Für die haben die Eltern durchaus Verständnis. Sie sind sogar bereit, sich an den Schülerfahrkosten zu beteiligen. Doch sie sorgen sich vor allem um die Sicherheit. 30 Kinder aus Schwerter Außenbezirken haben Taxi-Spezialverkehr wahrgenommen, der nun weggefallen ist. Acht von ihnen müssen den Weg zur weiterführenden Schule nun alleine beschreiten.

Und das ist nicht gerade ungefährlich, wie Sabine Lindert berichtet: "Wir wohnen an der Straße Im Kühl. Von hier aus müssen die Kinder demnächst über den Westheider Weg zur Rote-Haus-Straße, dann über diese Landesstraße bis zur Bushaltestelle Bachstraße nach Villigst. Das sind 2,2 Kilometer äußerst gefährlicher Schulweg - vor allem in der Dunkelheit."

Ärger über Vorschlag der Stadt

Außer einen einsamen Feldweg gibt es keine Alternative zum unbefestigten Fahrbahnrand. Sabine Lindert verrät, dass die Stadt bereits einen Vorschlag gemacht hat. "Die Stadt schlägt vor, dass wir unsere Kinder selbst zur Haltestelle oder zur Schule bringen, aber wir sind fast alle berufstätig und das ist daher nicht zu schaffen." Im Gespräch mit Vertretern der Stadt sei dann die Beschäftigung eines Rentners vorgeschlagen worden. Zum Ärger der Eltern.