Ein König und ein Kaiser für Schwertes Schützen

Zwei Schützenvereine, zweifaches Vogelschießen, aber an einem Ort - das hat es am Samstag auf dem Gelände des VfL Schwerte gegeben. Ein Mal gab es am Ende einen neuen Schützenkönig, ein Mal sogar einen Schützenkaiser.

Schwerte.. Sowohl der Schützenbund 1898 Schwerte als auch der Bürger-Schützenverein Schwerte von 1436 nutzen die mobilen Anlagen. Ein neues Kooperationsmodell, das Schule machen könnte.

Welcher Verein an welchem Schießstand antreten musste, das entschied das Los. Der Schützenbund 1898 trat am tiefen Stand an, der Bürger-Schützenverein am hohen Stand.

Schützenbund 1898: Sven Naschwitz wird Kaiser

Der ehemalige Schützenkönig Sven Naschwitz muss sich nicht groß umorientieren: Er holte erneut den Vogel aus dem Kugelfang und wurde er nun sein eigener Nachfolger, stockte also die Würde auf.

Zielsicher und souverän moderierte er für seinen Verein nicht nur durch den Schießtag, sondern erledigte noch wie nebenbei seine Schüsse. Als die Entscheidung feststand, gab es übrigens Tränen bei Kaiserin Claudia I. Ballermann.

Bürger-Schützenverein von 1436: König Artur trifft

Eine halbe Stunde länger dauerte es, bis bei den Bürgerschützen der neue König feststand. Erfolgreich war und neuer König ist somit Artur Jurochnik.

Ruhig und kommentarlos musste er am Ende mit einem winzigen Stück Rumpf kämpfen und setze dem widerspenstigen Stück Holz doch so zu, dass es zu Boden sank. Das sorgte bei Königin Nadine I. Berning für eine Jubelfaust.

Futterbuden, BVB-Maskottchen und ein Fußballspiel

Auf dem Gelände waren mehrere Futterbuden aufgebaut. Auch für Getränke war gesorgt. Im Vorprogramm des doppelten Schießens hatte es einen Besuch von BVB-Maskottchen Emma und ein Fußballspiel zwischen einer Schützenauswahl und VfL-Spielern gegeben.

Begonnen hatte der Samstag für die Schützen mit einer Kranzniederlegung und einem Zug an den beiden Schwerter Krankenhäusern vorbei zum Festplatz und Austragungsort.

Flankiert wurde der Schützenzug von der Stadtwache der Ruhrtaler Landsknechte, die mit den langen Schwertern am Ende für einen eindrucksvollen Abschluss des Zuges sorgten.