Ein Besuch in der Baumschonung Böhle in Ergste

So kurz vor Weihnachten geht die Baumschonung in Ergste in ihre heiße Phase. Angefangen hat alles mit einem Platz für die Bienenhütte der Familie Böhle. Heute gruppieren sich auf dem Gelände auf dem Weg zum Bürenbruch auch die Tannenbäume. Wir haben die Böhle-Brüder Bernd, Matthias und Ludger besucht.

ERGSTE.. Angefangen hat es Mitte der sechziger Jahre mit der Suche nach einem geeigneten Platz für die Bienen. Die mögen nicht nur gutes Futter in der Nähe, sondern auch ein Wasserloch, um ihren Durst zu stillen. Das Gelände kurz vor der Biegung zum evangelischen Friedhof in Ergste schien da ideal. Für den damaligen Bedarf im Grunde zu groß, aber weder Bienen noch Imker nahmen Anstoß und wurden heimisch.


Einige Jahre später kam dann von einem Förster die Idee zur Weihnachtsbaumschonung - und bis heute werden Jahr für Jahr Bäume vom Böhle-Gelände in die Schwerter Wohnungen getragen. In der vergangenen Woche begann die diesjährige Saison. Kleine Visitenkarten und Erkennungszeichen markieren die vorausgesuchten Bäume.

"Die einen mögen kleine, dicke Bäume, die anderen sind an schlanken Fichten interessiert. Und wenn der Baum in eine bestimmte Zimmerecke soll, dann ist es auch nicht schlimm, wenn er etwas ungleich gewachsen ist", erklärt Bernd Böhle die Auswahlkriterien seiner Kunden.

Verkauf bis zum 23. Dezember

Auch wenn es für den einen oder anderen undenkbar ist: Schon längst haben nicht mehr alle Familien einen echten Tannenbaum, denn die Kunstbäume werden immer originalgetreuer. Und manche Familien verzichten komplett oder stellen ihn schon in der Adventszeit auf.

Für die Böhle-Brüder ist der letzte Verkaufstag der 23. Dezember. Danach gibt es wieder andere Prioritäten. Schließlich haben sie alle noch "richtige" Berufe. Um die Bäume, die Wiese und die Bienen kümmern sie sich nur nebenher.