Diskussion um Kosten für Licht im Bahnhofstunnel

65.000 Euro Spenden hat die künstlerische Beleuchtung des Bahnhofstunnels in Schwerte gekostet. Doch die Ende 2012 montierten Scheinwerfer und Strahler haben schon ihre Macken. Die Steuerung ist kaputt, Scheinwerfer waren vor einiger Zeit gestohlen worden. Im Internet wird derweil über den Sinn und die Kosten des Projekts debattiert.

Schwerte.. Im Internet wird über den Sinn und die Kosten des Projekts debattiert.65.000 Euro für die Technik sei völlig überteuert, findet Daniel Schumacher. Er machte auf Facebook eine Gegenrechnung auf, bei der er allenfalls auf 8000 Euro Materialkosten kommt, ohne das weiß Licht. "Der Einbau und die 20 Neonstrahler sollen nun 57.000 Euro gekostet haben?", so seine Frage.

Stiftung legte Grundstein für Beleuchtung

"Die Abrechnung für das Projekt ist von der Stiftung Lebendige Stadt abgesegnet worden", so Stadtsprecher Carsten Morgenthal am Mittwoch auf Anfrage. Die Stiftung Lebendige Stadt hatte mit 25.000 Euro den Grundstein für die Tunnelbeleuchtung gelegt. Das Projekt sei von der Stadtverwaltung und den Stadtwerken betrieben und abgerechnet worden.

Der Lichtkünstler Jörg Rost, auf dessen Ideen das Projekt zurückgeht und der es betreut, habe auch eine Gage bekommen. Die betrage aber einen Bruchteil der Kosten. "Wir haben nicht dem Künstler 65.000 Euro gegeben und gesagt: bau mal", so Morgenthal.

Zweiseitige Kostenaufstellung

Es gebe eine zweiseitige detaillierte Aufstellung, was mit dem Geld passiert sei. Darin seien Kosten für die funktionalen Leuchten, die den Tunnel in konstantes Licht hüllen, mit 24.000 Euro genauso belegt wie die Architekturbeleuchtung für etwa 17.000 Euro. Der Rest verteile sich auf die Reinigung des Tunnels, die InstallationÜ und die Planung der Beleuchtung.

Die Beleuchtung des Tunnels war im November 2012 eröffnet worden. Neben der Stiftung wurde sie durch Einzelspenden von Firmen und Privatleuten in Höhe von rund 41.000 Euro unterstützt.