Dieser Hennener züchtet seltene Königspythons

Es gibt Leute, die züchten Kaninchen oder Tauben, gehen auf Reisen oder sammeln Briefmarken. Das Hobby von Michael Bral aus Hennen aber ist außergewöhnlicher. Er züchtet Schlangen, genauer: Königspythons. Über 18 Schlangen hält er. Sein Ziel ist es, möglichst seltene Schlangen zu erzeugen.

Hennen.. Die Königspythons leben in kleinen Fächern in einem großen Schrank. Der Boden ist mit Zeitungspapier ausgelegt, eine Wasserschale steht in der Ecke und ein umgedrehter Plastikbehälter mit einem Loch dient der Schlange als Unterschlupf.

"Königspythons fühlen sich in engen Behältern wohl, in größeren Terrarien bekommen sie Platzangst und essen nichts mehr", sagt Michael Bral. Das spiegelt auch den Lebensraum der Schlangen wider. Die nachtaktiven Tiere halten sich am Tag oft in engen Termitenbauten auf und gehen nur zur Jagd nach draußen.

Michael Bral nimmt den Königspython der Gattung Enchi aus seinem Behälter. Zuerst verknotet er sich zu einem Ball, ein Verteidigungsmechanismus. Nach einer Zeit entspannt er sich aber, zeigt sich interessiert. Neugierig reckt er sich nach oben und lässt die Zunge aus dem Maul schnellen. "Das ist ein Zeichen für Gesundheit", erzählt der Pythonzüchter.

Regelmäßig lässt er seine Schlangen vom Tierarzt untersuchen. Michael Bral war schon in seiner Kindheit an Reptilien interessiert. Später hatte er eine Schlange als Haustier. Seit 2008 züchtet er Pythons.

Selbstgemachtes Gehege

Die Lebensräume für die Pythons, die Inkubationskammer für die Eier und ein Schauterrarium hat er selber gebaut. In einem Gehege züchtet er außerdem Ratten, die als Futter für die Schlangen herhalten. Jeden Tag sorgt er dafür, dass die Tiere genügend Wärme und Feuchtigkeit haben.

Den besonderen Reiz an der Schlangenzucht macht Michael Bral an zwei Sachen fest: Einerseits mag er es, seine Tiere zu beobachten. Wie sie sich bewegen, wie sie die Welt wahrnehmen und wie sie sich verhalten. Andererseits ist auch die Zucht für ihn interessant. Die Färbungen auf der Haut und das, was herauskommt, wenn man verschiedene Pythonarten miteinander verpaart, faszinieren ihn.