Der neue Rangierer im Stadthafen ist ein Kraftprotz

Der neue Rangierer im Lüner Stadthafen ist ein Kraftprotz: 2800 Tonnen kann er ziehen und ist LKW und Zug in einem. Das neue Multifunktionstalent soll dabei helfen, den Umschlag nach dem Rekordergebnis im vergangenen Jahr weiter zu steigern. Die ersten Güter im Stadthafen warten bereits.

Lünen.. Beschleunigte Arbeitsprozesse und mehr Sicherheitskomfort für die Mitarbeiter verspricht sich der Stadthafen von der Investition in das neue Zweiwege-Fahrzeug. Das kann auf der Straße und auf der Schiene rollen - ein Multifunktionstalent.

1,3 Millionen Tonnen Güter

Der Hafen kann es gut gebrauchen. Im vergangenen Jahr fuhr das Unternehmen den Umschlag-Rekord von 1,3 Millionen Tonnen Gütern ein. Der neue Rangierer soll die Effizienz weiter steigern. Einer der beiden Vorgänger wird nun ausgemustert.

Thomas Audehm ist fürs Rangieren im Stadthafen zuständig. Er hat den neuen 285-PS-Star schon ausprobiert. "Im Vergleich ist er genial. Es gibt nicht viel besseres", sagt er.

Klimatisiert

Das gelbe Sonderfahrzeug kann über eine Funkanlage auch von außen gesteuert werden. "Das macht die Arbeit flexibler", sagt Audehm. Bis zu 80 Prozent wird der Wagen auf der Schiene eingesetzt.

Will Audehm rückwärtsfahren, kann er sein komplettes Bedienungspult in die neue Richtung schwenken. "Da muss ich mir nicht den Rücken verdrehen. Das Sichtfeld ist besser", erläutert er. Die Fahrerkabine ist gegen herabfallende Teile besonders geschützt und klimatisiert. Eine spezielle Abgastechnologie reduziert die Stickoxide um 90 Prozent. "Das ist ein rundum effektives Paket für uns", freut sich Jörg Swiedelsky, Leiter Technik im Stadthafen.

52 Waggons Kohle

335 000 Euro hat das Unternehmen für das moderne Fahrzeug ausgegeben. Seinen ersten Einsatz wird der Rangierer in der kommenden Woche haben. Dann sind alle Mitarbeiter entsprechend geschult, dann wird wohl auch die Zulassung der Bahn vorliegen. Auf das Dieselfahrzeug wartet der Umschlag von Gips und 52 Waggons Kohle.

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