Das sagen die Parteien zur zweiten Gesamtschule

In der Schulpolitik haben sich die Parteien im Rat positioniert. Eine Mehrheit will die zweite Gesamtschule gründen. Das würde auch das Ende der Realschule am Bohlgarten bedeuten. Gegen diesen Plan gibt es Widerstand. Welche Pläne befürworten die Parteien in Schwerte? Die Antworten gibt es in unserem Überblick.

Schwerte.. In der Schulpolitik haben sich die Parteien im Rat positioniert. Eine Mehrheit will die zweite Gesamtschule gründen. Das würde auch das Ende der Realschule am Bohlgarten bedeuten.

Ein Plan gegen den sich CDU und FDP wehren. Sie favorisieren einen Ableger der bestehenden Gesamtschule in den Räumen der Eintrachtschule am Bohlgarten. Das Abstimmverhalten der Eltern soll am Ende den Ausschlag geben, wohin die Reise in der Schulpolitik geht.

Am Dienstagabend gab es ein letztes interfraktionelles Treffen in Sachen Schulpolitik. Das Ergebnis: Eine Einheit war nicht zur erzielen.

Hier können Sie die Stellungnahmen der Parteien zum Thema lesen:

Das sagt die SPD:

Auf ihrer Fraktionssitzung hat die SPD-Ratsfraktion einen Beschluss zur Beantragung einer zweite Gesamtschule in Schwerte gefasst. Eine Dependance-Lösung lehnen wir ab, da die Verteilung auf zwei Standorte die Ziele der Gesamtschule rein aus organisatorischen Gründen gefährdet, so die Fraktionsvorsitzende Angelika Schröder.

In der Gesamtschule werden Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Begabung und Leistungsfähigkeiten gefördert, die Eltern müssen sich nicht für ihr Kind richtungsweisend für einen bestimmten Abschluss schon in der dritten Grundschulklasse entscheiden, da alle Abschlüsse, vom einfachen Hauptschulabschluss über den Realschulabschluss bis hin zum Abitur erworben werden können.

Als weiteren Vorteil der Gesamtschule sieht die SPD-Fraktion die Möglichkeit, das Abitur erst nach neun Jahren zu machen, was von vielen Eltern und Schülern befürwortet wird.

Wir sind sicher, dass wir die nötigen Anmeldungen von 208 Schwerter Schülerinnen und Schülern und mehr erhalten werden.

Allerdings plädieren wir in diesem Zusammenhang auch für die Auflösung der Realschule am Bohlgarten, die dann ab 2016/2017 entsprechend auslaufen würde. Wir haben durchaus Verständnis für die sich durch die Auflösung der Realschule für einige Eltern möglicherweise ergebenden Unsicherheiten, so Schröder, und wir werden die Veranstaltungen in den Grundschulen vom 27.April bis zum 5. Mai nutzten, unsere Position und Konzepte vorzustellen.

Trotzdem hat sich die SPD für das Schuljahr 2015/2016 für eine Vierzügigkeit der Realschule über ihre Landtagsabgeordneten eingesetzt, damit die 14 Schwerter Schülerinnen und Schüler auch in Schwerte beschult werden können. Nach Gesprächen mit anderen Ratsfraktionen ist die SPD sicher, für ihre Forderung einer zweiten Gesamtschule unter Auflösung der Realschule auch eine Ratsmehrheit zu erlangen.


Das sagen CDU und FDP:

CDU und FDP sprechen sich gegen eine 2. Gesamtschule in Schwerte aus. Gegen diese spricht nicht nur die Tatsache, dass die sinkenden Schülerzahlen der Zukunft keine zweite Gesamtschule (auch seitens der Bezirksregierung) rechtfertigte, sondern auch, dass eine zweite Gesamtschule den Bestand der beiden Gymnasien gefährdete.

Die Begrenzung der Zahl der Eingangsklassen an den Gymnasien, damit die notwendige Zahl der Eingangsschüler für eine 2. Gesamtschule ermöglicht würde, widerspricht dem Elternwillen.

Auf Grund des gescheiterten Versuches, die Sekundarschule als Schulform in Schwerte zu etablieren, sehen CDU und FDP von einem weiteren Versuch der Etablierung ab, da dieser wenig zielführend erscheint und dem Elternwillen offensichtlich widerspricht.

Das gegliederte Schulsystem, bestehend aus vierzügiger Gesamtschule, zwei miteinander kooperierenden Gymnasien und einer Realschule ist möglichst beizubehalten, da dieses System ein breit angelegtes Bildungsangebot vorsieht, eine individuelle Förderung und alle Schulabschlüsse ermöglicht und trotzdem eine notwendige Durchlässigkeit bietet.

Das bisherige Anmeldeverfahren für die weiterführenden Schulen ist dahingehend zu ändern, dass es gleichzeitig für alle Schulformen durchgeführt wird und damit ein vorgezogenes Anmeldeverfahren für die Gesamtschule nach Willen der CDU und FDP zukünftig nicht mehr geben soll.


Das sagt die WFS:

Die Wählervereinigung für Schwerte (WfS) wird die Forderung nach einer zweiten, eigenständigen Gesamtschule in Schwerte unterstützen.

Schon im Dezember 2014 wurde von der WfS, anhand der aufbereiteten Schülerzahlen aus dem Schulentwicklungsplan und der Schulstatistik, festgestellt, dass eine neue 2. Gesamtschule in Schwerte einen gesicherten Bestand hätte.

Dieser, auch von den Elternvertretungen der Schwerter Schulen geforderte, Wunsch nach einer 2. Gesamtschule könnte verwirklicht werden. Eine Mehrheit im Ausschuss für Schule und Sport (ASS) sowie im Rat der Stadt Schwerte zeichnet sich ab. Der Antrag zur Einrichtung einer

Nun sind ausschlaggebend die Eltern der Schüler gefordert diese, sich dann bietende Chance, auch zu nutzen und ihre Forderung nach einer zweiten Gesamtschule mit der Anmeldung ihrer Kinder für diese Schulform, unabhängig vom Standort Gänsewinkel oder am Bohlgarten, zu dokumentieren.