Brände in Lünen: Erst Gartenlauben, dann Gebäude

Viel Arbeit für die Lüner Feuerwehr: Dienstagabend brannten Gartenlauben in einer Kleingartenanlage in Wethmar, Mittwochmorgen dann ein Gebäude in einem Gewerbegebiet in Brambauer. Die Alarm, der um kurz vor 7 Uhr einging, klang zunächst dramatisch.

Lünen.. "Wir wurden informiert, dass sich vermutlich noch zwei Personen in den Räumen aufhalten", sagte Einsatzleiter Christopher Rehnert. Deshalb bemühte sich die Feuerwehr, so schnell wie möglich in das Gebäude Auf der Höhe 7 vorzudringen, durch den Eingang und über die Drehleiter. Doch dann konnten die Einsatzkräfte glücklicherweise Entwarnung geben: In der Wohnung befanden sich keine Personen. Dafür aber zwei Hunde: "Sie kamen uns sofort entgegen, als wir die Tür geöffnet hatten", so Rehnert.

Brandherd war eine Küche im ersten Obergeschoss im Gebäude einer Firma für Bau- und Fenstertechnik. Vermutlich war der Herd nicht abgeschaltet worden, auf dem noch ein Topf mit Essen stand, so die Polizei, die sich auf Informationen der Feuerwehr berief. Die Wohnung war voller Qualm, der Schaden ist aber laut Polizei wohl nicht nennenswert.

Die Feuerwehr hatte vorsorglich die Tierschutzorganisation Arche 90 und einen Tierarzt gerufen, damit sie sich um die Hunde kümmern. Zwischenzeitlich sei dann aber die Bewohnerin und Halterin der Hunde eingetroffen, erklärte der Einsatzleiter. Die Feuerwehr war mit drei Löschzügen vor Ort.

Vier Meter hohe Rauchsäule in Wethmar

Bereits am Abend zuvor hatte es einen Einsatz gegeben: Zwölf Wehrleute der Hauptwache, zwei Mann als Besatzung des Rettungswagens und 18 Mann des Löschzugs Wethmar rückten am Dienstagabend zur Kleingartenanlage an der Grenzstraße aus.Der Notruf ging bei der Feuerwehr um 19.19 Uhr ein. Der Grund:Erst mehr als vier Meter hohe Flammen, dann eine noch höhere Rauchsäule.

"Als wir an die Steinstraße kamen, sahen wir schon den Feuerschein", so der Einsatzleiter, Brandoberinspektor David Bensch. Gefährlich hätte es für die Feuerwehr werden können - in einer Gartenhütte lag eine Gasflasche, die aber rechtzeitig geborgen werden konnte.

Unter Atemschutz wurde von zwei Seiten gelöscht, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte. Dann kam Schaum zum Einsatz, um Glutnester abzulöschen. Die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen der Brandursache aufnehmen. In einem der Gärten leben Hühner in einer Art Stall. Die Tiere ließen sich von Feuer und Löscharbeiten nicht irritieren, blieben ganz ruhig.