BMW rast von der B236 ungebremst ins Feld

Mit viel zu hoher Geschwindigkeit ist ein 21 Jahre alter Dortmunder mit seinem BMW am Montagabend an der Dortmunder Straße regelrecht in ein Feld geflogen. Nachdem er eine rote Ampel überfahren hatte, hob sein Auto ab, als er über die Kreuzung hinaus schoss. Verletzt war er offenbar nicht, die Polizei suchte mit Hubschrauber und Hunden nach einer weiteren Person.

Lünen.. Dramatisch klingen die Schilderungen von Augenzeugen: Auf der B236n in Richtung Lünen, gegen 23 Uhr, sei ein BMW mit hohem Tempo zu ihnen aufgeschlossen. Sie räumten daher die linke Fahrspur, der 21-jährige Dortmunder raste vorbei - hielt an der Kreuzung zur Dortmunder Straße trotz des roten Ampelsignals jedoch nicht an.

Ungebremst fuhr er über die Kreuzung hinweg, "hob" laut Zeugenaussage regelrecht ab und landete im angrenzenden Feld, wo er noch 200 Meter weiter fuhr. Während die Zeugen die Polizei riefen, stieg der Fahrer des BMW aus und flüchtete in den nahen Wald.

Im Gewerbegebiet an der Wethmarheide konnte eine Streife ihn schließlich aufgabeln: "wirre Angaben" sowie "körperliche Reaktionen" deuteten auf Drogenkonsum hin, teilt die Polizei weiter mit.

Verdacht auf Drogen

Dass der Großeinsatz sich bis in die frühen Morgenstunden zog, lag schließlich an einer Beobachtung der Beamten: "Es gab Hinweise darauf, dass auch ein Beifahrer mit im Auto saß", erklärt Polizei-Sprecher Kim-Ben Freigang, "unter anderem hatte auch der zweite Airbag ausgelöst."

Die Berufsfeuerwehr Lünen beteiligte sich an der anschließenden Suche, leuchtete das Feld aus, unter anderem mit Scheinwerfern von der Drehleiter aus und mit Wärmebildkameras. Die extra angeforderte Hundestaffel der Feuerwehr Iserlohn reiste an, auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Feld - ohne Ergebnis.

Suche ging am Dienstag weiter

Um kurz nach 5 Uhr rückten die Lüner Feuerwehrleute wieder ein, von einem möglichen Beifahrer fehlt bis jetzt jede Spur. Auch am Dienstagvormittag waren einzelne Beamte noch vor Ort und auf der Suche.

Dem 21-jährigen wurde wegen des Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe entnommen, er musste stationär im Krankenhaus bleiben. Der Sachschaden beträgt rund 10.000 Euro.