Betrüger tauschte wertlosen Schmuck gegen Bargeld

Ein dreister Betrüger war am vergangenen Freitag an der Hagener Straße unterwegs - und hatte dort mit seinem "Autobahngold"-Trick leider Erfolg. Einer Schwerterin luchste er 20 Euro ab, die er angeblich unbedingt als Spritgeld brauchte. Im Austausch bekam die Frau einen "Goldring" - völlig wertlos, wie sich kurz darauf herausstellte.

SCHWERTE.. An der Hagener Straße in Wandhofen fiel eine 39-jährige Schwerterin am Freitagnachmittag unglücklicherweise auf einen Trickbetrüger herein. Der Mann war gegen 15 Uhr im PKW unterwegs, hielt auf Höhe der Frau an und bat sie um Geld für Benzin. Der Grund: Seine kleinen Kinder seien allein zuhause, er müsse schnell zu ihnen fahren. Als Gegenleistung versprach der Mann einen goldenen Ring.

Ring aus Weißblech

Aus Mitleid gab die Frau ihm 20 Euro und bekam im Austausch einen Ring.Während sie weiterfuhr, hielt der Unbekannte einen Schwerter an und bat auch ihn um Geld für Benzin. Dieser ließ den Mann jedoch abblitzen und rief die Polizei. Der 39-jährigen Schwerterin kamen ebenfalls Bedenken und sie kehrte zur Hagener Straße zurück. Die Polizei war zwischenzeitlich eingetroffen. Der unbekannte Mann war jedoch in Richtung Hagen weggefahren.
Der Ring, der offensichtlich aus Weißblech besteht, wurde von der Polizei sichergestellt. Der Unbekannte war mit einem auffällig grünen VW Golf mit Hagener Kennzeichen unterwegs.

Bekannte Masche

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang nochmals vor der als "Autobahngold" bekannten Betrugsmasche. Die Betrüger stellen sich vorzugsweise an Auf- oder Abfahrten von Autobahnen mit ihren Fahrzeugen auf und gaukeln vor, einen Notfall zu haben. Meistens geben sie vor, Sprit zu brauchen, aber dafür kein Bargeld zu haben. Sie hätten aber "als Sicherheit wertvollen Familienschmuck" anzubieten, wenn der Autofahrer ihnen Spritgeld gebe.
In der Regel wird den hilfsbereiten Autofahrern dann ein vermeintlich wertvoller, teurer Goldring, der sich später aber als völlig wertlos herausstellt, ausgehändigt. Wenn der Betrug auffliegt, sind die Täter üblicherweise schon über alle Berge.