Beleuchtung soll kommen - aber noch fehlt das Geld

Jetzt liegen die Zahlen auf dem Tisch: Mindestens 75.000 Euro würde eine Beleuchtung für den Radweg an der Kamener Straße kosten. Die Politik in Lünen ist bereit, das Geld auszugeben. Woher sie es nimmt, muss sich erst noch bei den Beratungen zum Haushaltsplan zeigen.

Lünen.. Als der Landesbetrieb Straßen NRW 2013 die Bundesstraße im Bereich zwischen Kurt-Schumacher-Straße und Zwolle-Allee sanieren ließ, war das Entsetzen groß. Es gab eine neue Fahrbahndecke, neue Radwege, aber kein Licht mehr. Die Laternen waren demontiert worden. Das Land NRW sehe bei der Sanierung derartiger Straßen keine Beleuchtung mehr vor, hieß es bei der Stadtverwaltung Lünen. Auf mehreren hundert Metern lag die Kamener Straße plötzlich im Dunkeln. Nur an der Bushaltestelle/Fußgängerquerung wurden Laternen installiert.

Das reichte den Kommunalpolitikern nicht. Sie beauftragten die Stadtverwaltung, eine Nachrüstung der Radwegbeleuchtung zu kalkulieren. Am Mittwoch haben die Fachleute im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung das Ergebnis präsentiert. Leuchten auf der Nordseite der Kamener Straße, wo es Leerrohre gibt, würden 75.000 Euro kosten. Auf der Südseite - dort liegen keine Leerrohre - müsste die Stadt 112.000 Euro ausgeben. Im Ausschuss herrschte Einigkeit: Neue Leuchten müssen her, wobei die Politiker für die günstigere Variante auf der Nordseite plädierten.

Lüner Rat beschließt den Haushalt am 23. April

Doch woher das Geld nehmen? Im Haushalt stehen die Mittel bisher nicht bereit. Die SPD kündigte an, im Rahmen der laufenden Haushaltsberatungen nach Wegen der Finanzierung zu suchen. Das wird nicht ganz leicht, denn die Finanzen der Stadt sind marode. Um Einnahmen und Ausgaben wieder einigermaßen in Einklang zu bringen, hat der Kämmerer bereits eine Erhöhung des Grundsteuer-Hebesatzes um 250 Prozentpunkte vorgeschlagen. Über den Haushalt 2015 beschließt der Lüner Rat voraussichtlich am 23. April.