Bald Tagungen und Trauungen im Alten Rathaus

Ein neuer Ort mit langer Geschichte: Der Umbau des Ruhrtalmuseums im Alten Rathaus, des Gemeindehauses und der Marktschänke in Schwerte soll 2017 abgeschlossen werden. Dann können Bürger in den neuen Räumen Kaffee und Snacks genießen, Paare ihre Hochzeiten feiern. Rund 1,2 Millionen Euro sollen in Bau und Einrichtung investiert werden.

Schwerte.. Im Verwaltungsrat des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs (KuWeBe) der Stadt werden am Dienstag, 17. Februar, die Pläne diskutiert. Der Umbau des Ruhrtalmuseums in einen sogenannten Erlebnis- und Bildungsort und seine Übergabe an die Bürgerstiftung St. Viktor, die im April gegründet werden soll, gehört zu den Ankerpunkten bei der Planung für das Zentrum der Stadt. Nach der Sanierung der St.-Viktor-Kirche und dem Neubau des Gemeindehauses sollen auch das Alte Rathaus und die ehemalige Marktschänke in neuem Glanz erstrahlen."Bei optimistischer Betrachtung rechnen wir damit, dass 2017 das komplette Ensemble samt Gemeindehaus in Betrieb gehen kann", so KuWeBe-Vorstand Klaus Kilian.

Gastronomie Schlüssel für Finanzierung

Die Marktschänke wird künftig die Touristikinformation der Stadt und ein Caf mit einem Shop beherbergen. Vor allem dem Gastronomiebetrieb kommt bei der Finanzierung des gesamten Projekts eine wichtige Rolle zu. Denn die Gewinne sollen zusammen mit einem Zuschuss des KuWeBe, der sich an den aktuellen Kosten für den Unterhalt des Museums orientiert, den Betrieb des neuen Zentrums finanzieren. Und laut Wirtschaftsplan soll es spätestens ab 2019 rund 123.000 Euro Gewinn machen, mit dem ein Teil des Gesamtbetriebs finanziert wird. Das entspricht einem Umsatz von 487.000 Euro.

Betreiber von Caf und Laden soll die Rohrmeisterei werden. Die hat im Wirtschaftsplan auch schon vorgerechnet, wie man auf die Umsatzprognosen kommt - nämlich mit einer Kombination aus einem Caf mit -la-carte-Bereich, einem Laden, in dem Heimatprodukte, Schwerte-Merchandising-Artikel und Genussmittel angeboten werden, und einem Catering- und Tagungsbereich erwirtschaften.

Tagungen und Trauungen

Das neue Ensemble soll nämlich zum einen als Ort für Tagungen dienen. Zum anderen will die Stadt künftig im historischen Rathaus Trauungen anbieten. Genau diesen Kunden will man Büffets und Getränke verkaufen. "Die Frauenhilfe oder Veranstaltungen der Jugendarbeit müssen nicht die Gastronomie nutzen", betont Rohrmeistereichef Tobias Bäcker.

Nach einer Anschubfinanzierung durch das Förderprogramm "Initiative ergreifen" soll neben dem Gastronomiebetrieb am Ende noch ein Zuschuss von 97.000 Euro durch den KuWeBe und Beiträge der Stadt für die Nutzung der Touristikinformation zur Finanzierung beitragen. Für die ist übrigens dann die neue Bürgerstiftung zuständig. Denn die soll den neuen Bildungs- und Erlebnisort, so die Sprache der Planer, betreiben. Gebäude und Grundstück bleiben aber Eigentum des KuWeBe.


Doch noch gilt es, einige Hürden zu nehmen: So sind die Förderanträge zwar mit Land und Landschaftsverband besprochen, müssen aber noch gestellt und genehmigt werden. Man gehe aber von einer positiven Reaktion aus, so KuWeBe-Vorstand Klaus Kilian. Zudem mit dem vorgezogenen Förderbescheid für den Ausbau des Platzes zwischen den Gebäuden ein erster Grundstock gelegt sei.