B54-Ausbau: Neue Hoffnung für Lüner Autofahrer

Ende 2004, vor gut zehn Jahren also, gab der damalige Landesbetrieb Straßenbau eine Prognose ab: Danach sollte im Jahr 2008 der weitere Ausbau der B54 beginnen. Doch bis auf den Bau zweier neuer Kanalbrücken hat sich bis heute nichts getan. Sehr zum Ärger staugeplagter Pendler. Doch nun steht für das Projekt tatsächlich einen entscheidenden Schritt nach vorn bevor.

Lünen.. Für die Behörde Straßen.NRW, wie sich der Landesbetrieb Straßenbau mittlerweile nennt, kündigt Abteilungsleiter Christoph Neumann an: "Wir wollen jetzt kurzfristig das Planfeststellungsverfahren einleiten." Die Planungen seien abgeschlossen, alle Unterlagen vollständig.

Konkret geht es um den vierspurigen Ausbau im Abschnitt zwischen der Einmündung B236 und der Kupferstraße. Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens, das auf Antrag von Straßen.NRW von der Bezirksregierung in Arnsberg durchgeführt wird, werden die Pläne öffentlich ausgelegt und die sogenannten Träger öffentlicher Belange zum Projekt gehört. Läuft alles glatt, dauert ein solches Verfahren etwa zwei Jahre. Gehen allerdings Klagen ein, könnte es sich noch weit länger hinziehen. Wann tatsächlich der erste Bagger rollen kann, ist somit noch offen. Denn ohne Planfeststellungsbeschluss können Aufträge nicht ausgeschrieben und vergeben werden.

Ministerium prüft

Auch bei der Finanzierung des etwa 10,5 Millionen Euro teuren Ausbaus durch den Bund hakt es noch. Das Projekt steht zwar im Bundesverkehrswegeplan 2015. Allerdings behält sich das Bundesverkehrsministerium vor, die angemeldeten Projekte noch einmal auf ihr Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu prüfen. Mit einer Entscheidung wird im Laufe dieses Jahres gerechnet.

Die Gründe, warum sich der Ausbau um Jahre verzögert hat, sind vielfältig: Mal mussten Gutachten neu erstellt werden oder umfangreicher ausfallen, mal waren Finanzierungsfragen zu klären, mal fehlten Unterlagen, mal führten offenbar auch Personalengpässe dazu, dass die Akten unbearbeitet blieben. Sehr zum Frust vor Ort. Kommunalpolitiker, Unternehmer und IHK protestierten stets heftig gegen die immer neuen Verzögerungen. Gebracht hat es wenig. Jetzt immerhin besteht die Hoffnung, dass die unendliche Geschichte doch noch ein Ende findet. Und zwar ein gutes.

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